Packliste – 3 Monate Thailand mit Kind

Vor jeder Reise steht die Frage, was man einpacken und mitnehmen möchte, sollte oder muss. Wenn es in den Urlaub geht, so behaupte ich, kommen viele Dinge unabhängig von Art und Dauer der Reise mit. Eine Zahnbürste beispielsweise oder Ausweisdokumente müssen wahrscheinlich immer ins Gepäck. Einiges aber richtet sich dann doch danach, ob man einen 14-tägigen Cluburlaub macht oder mit dem Rucksack wochenlang durch Südostasien tingelt. Bei uns kommt noch dazu, dass wir gerne auf alle Eventualitäten vorbereitet sind und so verlassen wir schon mal zum Wocheneinkauf in der Stadt das Haus gerne ähnlich ausgerüstet wie manch Individualreisender auf den Spuren Marco Polo´s 🙂

Für uns liegt damit die Herausforderung immer wieder dabei sich so gut es geht einzuschränken und nur das Notwendigste mitzunehmen, schließlich will das Ganze auch transportiert, getragen und nicht zuletzt geschützt und bezahlt werden. Außerdem kommt im Verlauf einer Reise auch immer noch etwas dazu. Seit Jahren schon versuchen wir hierbei mit mäßigem Erfolg besser zu werden. Hervorzuheben bleibt, dass wir eigentlich noch nie etwas wirklich wichtiges vergessen hatten. Wohl aber haben wir manchmal zu viel dabei.

Wir haben hier im Folgenden ungeschönt zusammengetragen, was wir für unsere dreimonatige Reise mit Baby nach Thailand eingepackt haben. Um dies aber auch zu würdigen und dabei evt. besser zu werden haben wir uns auch überlegt, ob wir es wieder so täten.

In den folgenden Abschnitten habe ich daher versucht unser Gepäck grob zu kategorisieren und in Bildern festzuhalten, was wir mitgenommen haben. Kurz vor Ende der Reise sind wir so alle Gegenstände durchgegangen und haben uns überlegt, was davon wir eigentlich wirklich benutzt haben und was wir rückblickend für die Reise einpacken würden.

Bei vielen Gegenständen oder Produkten haben wir uns ganz bewusst für etwas oder gegen etwas entschieden. Wenn uns dies besonders wichtig ist, habe ich dies in den Kommentaren unter den jeweiligen Tabellen nochmals hervorgehoben. Vielleicht hilft diese Information dem ein oder anderen mit dem richtigen Impuls oder Denkanstoß für die eigene Entscheidung weiter. Des weiteren sind einige Dinge direkt verlinkt. Wird über einen dieser Links etwas käuflich erworben fällt uns eine kleine Provision zu, welche den Kaufpreis für den Käufer allerdings nicht beeinträchtigt. Darüber hinaus geben wir natürlich gerne weiterführende Auskunft, sollte jemand eine bestimmte Frage haben.

Unsere bewährte Reiseapotheke

Unsere Reiseapotheke sieht mehr oder weniger immer ähnlich aus. Nicht selten können wir damit auch anderen Reisende helfen. Hier zeigt sich natürlich die Professionalität meiner Frau als Krankenpflegerin und Kräuterfachfrau. Zudem verfahren wir hier nach dem Motto: Lieber haben als brauchen!

1_Reiseapotheke
Der Inhalt unserer Reiseapotheke…
k-Suedostasien 2018 030
…und in gepacktem Zustand

Nr.Was ist das?benutzt?noch einmal einpacken?
12 Mullbindenneinja
1Selbstklebendes Fixierbandneinja
2Verschiedene Pflasterjaja
3Weleda Euphrasia D3 Augentropfenjaja
4Wunddesinfektionssprayjaja
5Handdesinfektionsmitteljaja
6Sterile Kompressenneinja
71 Rolle Fixierpflasterneinja
8Compeed Cold Sore Patch 15 Patchesneinja
9Muxan, 2 g Cremeneinja
10Unsterile Handschuheneinja
11Jod (flüssig)jaja
12Jodsalbejaja
13Spritzeneinnein
142 alte Socken zur Verbandsfixierungneinja
15Scherejaja
16Pinzettejaja
174 Kanülenjaja
18Bärlauchtinkturneinja
18Sulphur C30 angesetztjaja
18Tropfen bei Reiseübelkeit - selbst angesetztneinja
19Salbe gegen Stichejaja
20Schmerztablettenneinja
21Bach Original Rescue Creme 150 mljaja
22Heilwollejaja
23Fieberthermometerhüllenjaja
24Vitamin D3, Chlorella, Vitamin C, MSM, OPC, Vitamin B12, Omega 3jaja
25Nasensekretsaugerneinja
26Fieberthermometerjaja
27Homöopathische Hausapothekejaja
28Anti-Moskito-Aufkleberjaja

  • 3 – hilft auch bei kleinen Blutungen bspw. bei aufgekratzten Stichen o. ä.
  • 8 + 9 – wir denken das ist wichtig, gerade im Zusammenhang mit Kindern, um eine Ansteckung zu vermeiden wenn man selbst anfällig dafür ist (wie, hauptsächlich früher, meine Frau)
  • 14 – wenn man alte Strümpfe aufschneidet sind sie hervorragend dazu geeignet einen Verband zu fixieren. Wir hatten 2 Socken dabei, eine reicht wohl aber definitiv
  • 17 – diese nutzen wir immer bei Sprießen unter der Haut oder ähnlichem
  • 18 – individuell für mich selbst angesetzt
  • 24 – Nahrungsergänzungsmittel, die wir nutzen
  • 27 – gemeinsam mit unserem Homöopathen zusammengestellt und im kleinsten Reiseetui von Remedia platzsparend verstaut
  • 28 – Wirkstoff: reines Citronella und damit ungiftig und für Babys/Kinder geeignet

Zur Körperpflege und Hygiene auf Reisen

Seit mittlerweile 6 Jahren reisen wir mit unserem Kulturbeutel „Waschsalon Giant“ von Jack Wolfskin und sind jedesmal aufs Neue davon begeistert. Leider scheint es diesen so nicht mehr zu geben aber sicher sind gute Alternativen verfügbar. Der Inhalt eines Kulturbeutels ist natürlich etwas sehr individuelles.

2_Koerperpflege
Für unsere Körperpflege und zur Hygiene auf Reisen

Nr.Was ist das?benutzt?noch einmal einpacken?
1Oral-B Pro 3000 Elektrische Zahnbürstejaja
2Handzahnbürstenjaja
3Zahnseidejaja
4Nagelbürstejaja
5Sonnenpflegeöljaja
6Shampoojaja
6Haarkurjaja
6Gesichtscremejaja
7Hygiene-Desinfektionssprayjaja
8Stückseife (Aleppo)jaja
9Wattestäbchenjaja
102 Tuben Zahncremejaja
11Haargummisjaja
12Zungenschaberjaja
13Interdentalbürstchenneinnein
14Nagelfeile- und -knipser, Nagelschere Babyjaja
15Rasiererjaja
16Ringelblumensalbejaja
171 kl. Sonnencreme LSF50+neinnein
18Haarbürstejaja
19Kammjaja
20Haarschlaufhilfeneinnein
21Ohrstöpseljaja
22Haarklämmerchenneinja
232 Kulturbeutel (Jack Wolfskin Waschsalon)jaja
23Haarklammerjaja

  • 6 – Nach unseren Erfahrungen gehen Ernährung und Körperpflege in vielerlei Hinsicht miteinander einher und so hat sich auch die Gesichtspflege meiner Frau stark vereinfacht und eine Gesichtscreme wird i. d. R. nicht mehr gebraucht
  • 8 – Wir nutzen zum Duschen usw. nur noch Stückseife, meist nach Aleppo-Rezeptur mit Olivenöl und Lorbeer. Dies ist zum einen völlig ausreichend, zum anderen basisch und außerdem ökologisch. So kann sie auch mal in der „freien Natur“ benutzt werden. Lediglich meine Frau nutzt noch selten Shampoo und Kur für die Haare
  • 12 – seit vielen Jahren morgendliches Ritual bei uns – Zungenschaben und Ölziehen nach ayurvedischer Lehre
  • 22 – von den kleinen Haarklämmerchen hätten es auf jeden Fall auch einige weniger getan

Diverses für Kind und Kegel

3_Kind_Kegel
was man noch so braucht…

Nr.Was ist das?benutzt?noch einmal einpacken?
1Wetbagjaja
2Waschmittel (Ulrich natürlich)jaja
3Wasserballjaja
4Das große Buch der Babyzeichen: Mit Babys kommunizieren bevor sie sprechen könnenjaja
5Sonnenbrillejaja
6Ohrenschützer (Alpine Muffy)jaja
7Gymnastikband (elastisch)jaja
8Ringsling zum Badenjanein
9Kompassjaja
10Mundharmonikajaja
11Wasserspritze als Spielzeugjaja
12Schnorchel und Taucherbrillejaja
13Handtücher (2 kl, 2 gr. 1 xxl)jaja
14Veilchenwurzel als Zahnungshilfejaja
15Babytrage von Manducajaja

  • 1 – da wir zu Hause Stoffwindeln benutzen besitzen wir einige sogenannte Wetbags unterschiedlicher Größe und Hersteller. Diese eignen sich auch hervorragend zur Aufbewahrung und zum Transport nasser oder feuchter Badesachen nach dem Strandbesuch
  • 2 – gerade in Thailand kann man Wäsche problemlos zum Waschen abgeben. Es muss einem nur klar sein, dass in aller Regel kalt gewaschen wird (deshalb haben wir auch keine Stoffwindeln mitgenommen!) und die Kleidung anschließend riecht, als hätte man sie in einer Douglas-Fililie zum Trocknen aufgehängt. Um dem entgegenzuwirken haben wir unser eigenes Waschmittel mitgenommen und stets darum gebeten, dass ohne Weichspüler und Additiven gewaschen wird. Dies hat auch gut funktioniert. Für rückfettendes Wollwaschmittel haben wir uns entschieden, da es bei der Handwäsche die Haut schont.
  • 4 – wir eignen uns seit Wochen die Zwergensprache an und üben fleißig mit unserem Schatz. Mal sehen, ob und wann auch er die ersten Zeichen nutzt.
  • 6 – Thailand kann ebenso oft sehr laut wie idyllisch sein und gerade auf den Fähren und in Bangkok taten wir gut daran unserem Engel die Ohrenschützer aufzuziehen, um ihm diese Reize zu ersparen und vor allem Schänden von ihm abzuwenden. Soweit wir wissen genesen Schäden am Gehör nicht. Wir waren sehr froh den Gehörschutz dabei gehabt zu haben. Diesen speziellen finden wir zudem super, da er mit einem Stirnband und nicht mit einem Bügel fixiert wird. Funktioniert bei uns tadellos.
  • 7 – wir hätten es viel öfter nutzen sollen und uns generell mehr sportlich betätigen aber es ist ein einfaches, leichtes Trainingsgerät und findet in jedem Gepäck Platz. Im Internet finden sich genügend passende Anweisungen und Workouts dazu.
  • 9 – nun ja, muss man nicht dabei haben. Ich habe keine sehr gute Orientierung und mir machen solche Dinge Spaß 🙂
  • 13 – hier hatten wir viel zu viele dabei und max. zwei hätten völlig ausgereicht.
  • 15 – unsere Manduca war immer dabei und unser Schatz saß bei unseren Unternehmungen gerne in der Trage. Die Manduca kommt aus der Familie, bei einem Neukauf hätten wir uns aufgrund der Anfälligkeit auf jeden Fall für eine dunklere Farbe entschieden.

Sicherheit, Schutz und Utensilien

4_Sicherheit_Schutz_Utensilien
Weitere Dinge für die Sicherheit oder zum Schutz und Nützliches

Nr.Was ist das?benutzt?noch einmal einpacken?
1https://de.dawanda.com/product/105124327-xxl-windeltasche-wickeltasche-mit-namenjaja
2Rettungsweste – Typhoon 100 N, Farbe Orange, Größe 10 – 20 kgjaja
3Einmalwickelunterlagenjanein
4Anti Mückenarmband, Natürliches Mückenschutz-Armbandjaja
5Feuchttücher (Hände)jaja
61 Rolle Küchentücherjaja
7Windelnjaja
8Trinkflasche Edelstahl mit Trinkaufsatzjaja
9Zahnbürste und Fingerlingjaja
10Holzspielzeugjaja
11Sonnenöl Spray LSF30 50mlneinnein
12Feuerzeugjaja
13Gallseifejaja

  • 1 – unsere Wickeltasche war ein tolles Geschenk von lieben Freunden von uns und ist ein treuer Begleiter. Es gibt verschiedene Ausführungen und sie ist natürlich mit Muck´s Namen bestickt.
  • 2 – da wir wussten, dass wir mit unserem Baby auch längere Fährüberfahrten zu den Inseln unternehmen würden haben wir uns dazu entschieden eine Rettungsweste für ihn mitzunehmen, da diese nicht verfügbar wären.
  • 4 – die Insektenschutzarmbänder sind ebenso wie die Anti-Moskito-Aufkleber ungiftig und mit Citronelle getränkt. Sie eignen sich daher ebenfalls für Kleinkinder und Babies. Aber auch wir haben auf zusätzlichen Mückenschutz verzichtet. Der beste Schutz bleibt lange Kleidung und das Meiden der Zeiten um Sonnenauf- und Sonnenuntergang.
  • 5 – Feuchttücher benutzen wir unterwegs manchmal für unsere Hände. An Muck´s Haut kommt nur Wasser.
  • 7 – Leider sahen wir keine praktikable Möglichkeit unsere Stoffwindeln mit nach Thailand zu nehmen und so haben wir während unserer Reise Einwegwindeln genutzt. Diese sind in Thailand natürlich auch erhältlich aber teilweise teurer als bei uns und oft als Höschen anstatt zum Kleben. Wir haben einige Einwegwindeln geschenkt bekommen und daher ca. 250 Stk. mitgenommen.
  • 10 – es ist unglaublich und sehr bedenklich wieviel Plastik und Kunststoff mittlerweile in unser Leben Einzug gehalten hat. In Asien respektive Thailand ist dies schier erschlagend und durch die allgegenwärtige Vermüllung noch sehr viel eindrücklicher. Es gibt nichts was nicht in Plastik eingepackt ist und in noch eine Plastiktüte gepackt wird. Teilweise nimmt dies absurde Ausmaße an. Und so kommt auch unser Männelein ständig mit Plastik in Kontakt, so dass wir uns im Nachhinein gewünscht hätten wir hätten noch 1-2 Holzgegenstände dabei gehabt, denn selbst kaufen war nicht einfach.
  • 11 – wir konnten nach einigen Recherchen keine Sonnencreme finden, die weniger Inhaltsstoffe hatte (und teurer war :-)) als diese. Sie bietet einen mineralischen Schutz und ist trotzdem transparent und kommt mit einigen Ölen aus. Wir haben sie dennoch nie benutzt. Stattdessen haben wir uns ab und zu und bereits im Vorfeld der Reise vorbereitend mit Marias Sanddornöl zusammen mit Kokosöl (LSF 8) eingeschmiert. Der beste Sonnenschutz jedoch bleibt lange Kleidung und Schatten. Vor allem die Mittagssonne sollte man grundsätzlich einfach meiden.
5_Diverse_Utensilien
Ob das alles wirklich mitmusste..?

Nr.Was ist das?benutzt?noch einmal einpacken?
1Kabelbinderjaja
2Kindljaja
3Mehrfachsteckdosejaja
4Buch: Stress durch Strom und Strahlungneinnein
5Windelüberhoseneinnein
6Batteriebetriebenes Stilllichtjaja
75 Pixiebücherjaja
8Abschirmmaterialneinnein
9Stofftierjaja
10Picknickdeckejaja
11Schreibblockjaja

  • 1 – Auf Flugreisen verpacken wir unsere Rucksäcke stets in schützenden Übersäcken um zu verhindern, dass das Gepäck beschädigt wird oder sich verheddert. Diese Übersäcke verschließen wir dann mit Kabelbindern. Allerdings nur so fest, dass wir sie am Ankunftsort auch wieder ohne Werkzeug öffnen können 🙂
  • 3 – heutzutage hat man so viele elektronische Geräte dabei, dass schnell mal die Steckdosen in der Unterkunft knapp werden können. Ein solcher Mehrfachstecker kann diesen Engpass entschärfen. Haben wir sehr oft benutzt.
  • 4 – als Baubiologe und Baubiologischer Messtechniker wollte ich eigentlich etwas arbeiten – es kam aber anders 🙂
  • 5 – von unseren Stoffwindeln haben wir eine Überhose mitgenommen für den Fall, dass wir mal an keine passenden Windeln kommen oder aber die Klebestreifen nicht richtig halten. Diese Bedenken aber haben sich nicht bestätigt.
  • 6 – tolles Teil – vom DM

Technik und Fotoequipment

Das sieht jetzt echt übel aus, aber hier kann ich nicht aus meiner Haut. Ich fotografiere leidenschaftlich gerne, eher viel als gut 🙂 und so musste natürlich auch die Ausrüstung entsprechend mit.

6_Technik_Foto
Es ist nicht einfach sich einzuschränken…Luxusprobleme!

Nr.Was ist das?benutzt?noch einmal einpacken?
12 Stirnlampenjaja
2Panzertapejaja
31 Schnurjaja
4Multitool Victorinox SwissTooljaja
5Reisesteckdosenadapterneinnein
68 Wäscheklammernjaja
7Haida Slim Graufilter ND 3.0 (1000x) - 49 mmjaja
8GoPro Fernbedienung mit Ladekabeljaja
9DÖRR Mini Stativjaja
10GoPro-Linsenschutzkappejaja
11Kameranackengurt mit Schnelladapterjaja
12Laptop und Netzteiljaja
13Hüttenschlafsackjaja
14GoPro-Universaltaschejaja
15Mikrofasertuchjaja
16diverse GoPro-Mountsjaja
17diverse GoPro-Mountsjaja
18Sony 3,5-5,6/16-50 mm Standard-Zoom-Objektivjaja
194 Speicherkartenjaja
20Ersatzakku und Ladegerät Sony Alpha 6000jaja
21GoPro wasserdichtes Gehäusejaja
223 USB-Steckdosenadapterjaja
23Moskitonetzjaja
24GoPro Actioncamjaja
25GoPro Akkuextensionpackjaja
26GoPro Rückwand für wasserdichtes Gehäusejaja
271 USB-Kabel mikro, 1 USB-Adapterkabeljaja
28Hähnel Triad C5 Compact Reise Stativjaja
29Sony Alpha 6000 Systemkamerajaja
30Teleskopstange für Kameras und Smartphones inkl. Halterung für GoPro Fernbedienungjaja
31Sigma 30mm F1,4 DC DN Objektivjaja
322 USB-Ladekabel mini jaja
33Powerbank Solarjaja
34Dual Ladegerät für GoPro Hero 3+jaja
35Evoc Kameratasche 3 Literjaja

  • 1 – nicht nur bei Stromausfall nützlich
  • 2 – vor allem wenn man es dabei hat, wird man es auch nutzen. Uns hat es mehrmals gut geholfen
  • 3 – die Schnur nutzen wir hauptsächlich zum Aufhängen des Moskitonetz
  • 4 – mein Multitool ist ein treuer Begleiter und immer dabei. Aber es ist auch sehr schwer, ganz klar
  • 5 – völlig überflüssig in Thailand. Hätte man wissen können 🙂
  • 6 – diese haben wir öfter genutzt und beispielsweise so manches Moskitonetz fixiert
  • 7 – ich hätte ihn gerne öfter genutzt
  • 9 – recht praktisch für das ein oder andere Selfie mit kleinem Packmaß
  • 15 – hier hätte ich lieber noch einen Pinsel dabeigehabt, um Laptop und Kamera von Staub zu befreien
  • 22 – hiervon hatten wir insgesamt drei Stück dabei. Eines je Handyladekabel und eines mit größerem Ladestrom für die GoPro-Akkus. Eines zum Handy laden hätte aber ausgereicht
  • 24 – in Sachen Actioncams gibt es ja mittlerweile zahllose (günstige) Alternativen
  • 25 – das Extensionpack habe ich mittlerweile immer verbaut da meine Hero 3+ einfach zu viel Saft verbraucht. Gerade mit eingeschaltetem W-LAN für die Fernbedienung ist die Laufzeit extrem verkürzt
  • 28 – Mit dem Hähnel Reisestativ bin ich vollauf zufrieden. Ich denke Preis-Leistung stehen hier in einem sehr guten Verhältnis
  • 29 – zu dieser Kamera wurde schon viel geschrieben. Sie macht einfach geile Bilder, ist sehr vielseitig und dabei leicht und kompakt
  • 30 – der Teleskopstick von Smatree samt Remotehalterung für die GoPro-Fernbedienung ist eine feine Sache für viele Zwecke. Für den Einsatz unter Wasser ist er allerdings nicht gemacht und rostet an den Verschraubungen
  • 33 – diese Powerbank gibt es nicht mehr und sie hatte auch nicht die besten Bewertungen. Mir leistet sie dennoch treue Dienste und sie hat uns schon über manchen Stromausfall geholfen oder war einfach mobil im Einsatz
  • 34 – dieses Ladegerät ist nicht ganz durchdacht und ich würde es heute ggf. nicht mehr kaufen, da die Batterien darin überhaupt nicht fixiert sind. Gerade beim Einsatz im Auto etc. unpraktisch. Außerdem gibt es nur eine Kontroll-LED bei zwei Akkus. Allerdings ist das Preis-Leistungs-Verhältnis sehr gut
  • 35 – diese Tasche hat die perfekte Größe und ergänzt einen Rucksack für den täglichen Einsatz im Urlaub. Im Laufe der Nutzung haben wir die Packweise derart optimiert, dass der Body der Alpha 6000 samt den drei oben genannten Objektiven hineinpasst

Kleidung für Muck

Das war beim Packen schon eine harte Nuss. Das Kind muss ja bestens versorgt sein und es soll an nichts fehlen. Außerdem muss man ja bedenken, dass unser Engel im Laufe der drei Monate ggf. eine Kleidergröße wächst und das wollte berücksichtigt werden. So kam es, dass unser Schatz einen Haufen Kleider dabei hatte…die wir bei Weitem nicht gebraucht hätten.

7_Kleidung_Muck
Dem Kind darf es an nichts mangeln

Nr.Was ist das?benutzt?noch einmal einpacken?
11 UV-Bekleidung Einteiler 74/80jaja
21 Sommerschlafsackjaja
3PICKAPOOH Baby/Kinder Sonnenhut Feuerwehr aus Bio-Baumwollejaja
41 Halstuchjanein
55 Paar Söckchenjaja
6Babylegs Baumwolleneinnein
72 Bodyverlängerungenneinnein
8Schwimmwindel (0-6 Monate)jaja
8Schwimmwindel 5-8 kgjaja
93 Mullwindeln/Spucktücherjaja
103 Kurzarmbodies 62/68jaja
103 Langarmbodies 62/68jaja
101 T-Shirt 62jaja
103 dünne Sweatshirts 62jaja
101 kurze Hose 68neinnein
102 dünne Pumphosenjaja
102 Oberteile lang 68neinnein
102 lange Hosen 74jaja
103 Kurzarmbodies 74/80jaja
103 Langarmbodies 74/80jaja
102 ärmellose Bodies 74/80janein
102 T-Shirts 74jaja
101 Hemd 74janein
101 Weste/Cardigen 74janein
103 lange Hosen 62/68neinnein
104 lange Oberteile 74/80jaja

  • 1 – die UV-Bekleidung ist Pflicht beim Strandgang und Baden. Der Einteiler hat sich bewährt, damit nichts verrutscht. Es gibt sie auch mit Eingriffmöglichkeiten am Po
  • 2 – war perfekt für die Nächte, in denen meist der Ventilator lief
  • 3 – absolut geiles Teil und super Konzept aus dem Allgäu. Bio-Baumwolle, handgemacht und strengstens zertifiziert auf LSF80+. Der Hut sieht so geil aus und wir wurden unzählige Male darauf angesprochen. Qualität ist top. Es gibt viele weitere Modelle. Absolute Empfehlung. Das nächste Mal vielleicht sogar zwei, einen davon zum Baden
  • 5 – die Söckchen dienten dem Sonnenschutz und dem Schutz vor Moskitos. Bei jeder Gelegenheit haben wir sie ausgezogen und da er noch nicht läuft hätten 2-3 Paar locker ausgereicht
  • 6 – zu Hause nutzen wir die Legs, um leichter abheben zu können. In Thailand haben wir sie nie genutzt, da unser Männelein die meiste Zeit nackt war, wenn möglich
  • 7 – bei Stoffwindeln unersetzlich aber auf der Reise haben wir sie nicht gebraucht. Die Idee war, dass wir uns damit behelfen können, wenn er aus einer Größe herauswächst, da Muck eher lang ist
  • 10 – Kurzarmbodies haben wir eigentlich nie genutzt, außer mal in Bangkok. Sie sind als Sonnen- und Moskitoschutz ungeeignet, ansonsten war er nackt. Einer reicht
  • 10 – anstelle von 3 Sweatshirts hätte eines ausgereicht. Wir haben eigentlich immer Bodies angezogen
  • 10 – bei T-Shirts verhält es sich wie bei den Kurzarmbodies, eines wäre hier ausreichend gewesen
  • 10 – auch lange Oberteile waren durch die Bodies unnötig. Ansonsten war er eben nackt 🙂

Kleidung für Mama

Bei unserer Kleidung möchte ich garnicht auf die einzelnen Punkte eingehen. Nur soviel: im Grund reicht, was man am Leibe trägt! Man hat so oft Badesachen an und wäscht seine Kleidung, dass hier beinahe jedes Stück zu viel sein und ggf. zu Hause bleiben kann. Vor allem in Anbetracht dessen, dass man gerade in Thailand zwangsläufig noch Kleidung dazukauft. Da wir im Winter zu Hause aufgebrochen sind war Sommerkleidung natürlich notwendig und was wir nicht unbedingt brauchten haben wir am Flughafen gleich wieder Oma mit zurückgegeben. Vor allem Unterwäsche hatten wir zu viel dabei und Socken hatte ich wirklich nie an. Hier kann man getrost sehr reduziert sein, da wird nichts schief gehen. Hier hätten wir viel Platz und einiges Gewicht sparen können zugunsten beispielsweise der Fotoausrüstung 🙂

8_Kleidung_Frau
Es könnte ja mal komisches Wetter sein…

Nr.Was ist das?benutzt?noch einmal einpacken?
11 Strandtuch/Wickelkleidjaja
21 Tubejaja
32 Paar Socken und 3 Paar Söckchenjaja
41 Schildkappejaja
52 Bikinisjaja
61 Schal und 1 dünnes Halstuchjaja
71 Paar FlipFlopsjaja
81 Paar Sandalenjaja
9Chucksjanein
91 lange Jeansjaja
92 weite Flatterhosenjaja
91 Wickelrockneinnein
91 Sweater/Westejaja
92 Sweatshirtsjaja
91 Rockneinnein
918 Höschenjaja
91 Shortsjaja
91 Schlafshortneinnein
92 Stilltopsjaja
91 Hemdjaja
92 Topsjaja
91 Schlafshirtjaja
96 T-Shirtsjaja
92 BHjaja

Kleidung für Papa

9_Kleidung_Mann
Das ist schon weniger als sonst

Nr.Was ist das?benutzt?noch einmal einpacken?
114 Boxershortsjaja
26 T-Shirtsjaja
31 Sweatshirtjaja
41 kurze Freizeithosejaja
52 Badehosenjaja
61 kurze Jeanshoseneinnein
73 Paar Söckchenneinnein
81 Schildkappejaja
91 ärmelloses Unterhemdjaja
101 lange Funktionshosejaja

Dokumente

Hier sind natürlich ein paar wichtige Dinge dabei, auf die es besonders Acht zu geben gilt. Gute Vorbereitung hilft den Überbelick zu behalten.

10_Dokumente
Hier gibt es keine Kompromisse

Nr.Was ist das?benutzt?noch einmal einpacken?
1Dokumentenmappejaja
2Reisepässe in Reisepasshüllejaja
3Impfausweisejaja
4Internationaler Führerscheinjaja
5Passbilder (für Visaverlängerung)jaja
6Buchungsbestätigungenjaja
7Auslandskrankenversicherungspolicejaja
8Flugtickets/Boardingpässejaja
9Bauchbeuteljaja
10Arabische Dirhamsjaja
112 verschlüsselte USB-Sticks mit Dokumenten und Dateienjaja
12Beutel universellneinja
13Wichtige Dokumente als E-Mail-Anhängeneinja

  • 4 – in manchen Ländern wird der internationale Führerschein verlangt. In Thailand ist fraglich, ob so manch Einheimischer überhaupt einen hat. Die Meisten hätten ihn sowieso nicht zu Recht 🙂
  • 5 – zur Verlängerung der Visa nach 60 Tagen haben wir gleich Passbilder mitgenommen, um vor Ort keine machen zu müssen. Zudem bietet sich an Kopien der Reisepässe mit dem initialen Visum zu machen, um Kosten vor Ort zu sparen
  • 11 – neben Kopien der wichtigsten Dokumente liegen alle Unterlagen eingescannt redundant auf zwei verschlüsselten USB-Sticks, die getrennt voneinander verstaut werden. Zudem lade ich immer alle Scans auch in unsere E-Mail-Accounts hoch. So sollte nun wirklich nichts mehr schiefgehen können wenn mal etwas abhanden käme.

Zu viel Gepäck

Dass wir oft zu viel Gepäck dabei haben liegt vielleicht auch teilweise an unseren Rucksäcken, in die so Einiges reinpasst 🙂 Nichts desto trotz sind wir mit ihnen seit Jahren sehr zufrieden und wir könnten ja auch weniger reintun. Wir reisen mit zwei Treckingrucksäcken von Qechua (70l und 70+10l). Bei unserer Abreise wog mein Rucksack (1) stolze 18,7 kg und der meiner Frau (2) 14,8 kg. Unser Handgepäck (3) beherbergt Laptop und Kamera und bringt daher beinahe 10 kg auf die Waage. Zusätzlich haben wir noch eine Handtasche mit Kleinkram und den Unterlagen am Mann.

  • 1 + 2 – das sind unsere Treckingrucksäcke. Auf dem linken Bild sieht man, wie sie zum Schutz in Übersäcken verpackt sind. Auch hier gibt es verschiedene Alternativen, wobei die gezeigten mit Sicherheit die günstigsten und vielleicht langlebigsten sind. Darunter und beim Transport außerhalb des Flugzeugs ziehen wir zum Schutz meist das Regencover darüber, wie bei 2 im rechten Bild zu sehen ist
  • 3 – unser Tages- und Handgepäck ist der ganze Stolz meiner Frau. Es ist ein Sage 35 von Gregory und mit so vielen durchdachten Details und Ideen gespickt, dass es den Rahmen sprengen würde diese hier aufzuzählen. Das Modell ist nicht mehr aktuell. Wir lieben diesen Rucksack und haben ihn auch zu Hause oft im Einsatz. Der eigentliche Kaufgrund allerdings war das im Vergleich zu anderen Rucksäcken längere Rückenteil, weshalb er bei meiner Frau besser saß als alternative Rucksäcke für Frauen oder von anderen Herstellern.

Fazit

Alles in Allem können wir resümieren, dass wir auf der einen Seite manch überflüssiges Gepäck dabei hatten, auf der anderen Seite aber wieder mal auch nichts wichtiges vergessen hatten. Nichts desto trotz haben wir uns schon bald gewünscht wir könnten noch einmal neu packen und hätten dann einfach weniger dabei. Zwar mussten wir unser Gepäck eigentlich kaum tragen oder viel bewegen, aber dennoch reist es sich bekanntlicherweise doch einfacher mit weniger Gepäck. Gerade Kleidung hätten wir alle viel weniger gebraucht, alles andere ist Geschmackssache und eine Frage der Prioritäten und Vorlieben. Da in jedem Urlaub und vor allem auf längeren Reisen immer noch etwas dazu kommt, wäre es schön gewesen dafür mehr Luft zu haben.

Zwei Monate Thailand mit Kind – Kassensturz

31.03.2017

Mittlerweile sind mehr als 2 Monate seit unserer Ankunft in Thailand vergangen. Vielmehr ist unsere Reise bald beendet und wir möchten uns nun anschauen, wie wir die letzte Zeit hausgehalten haben und wie sich die Dauer unseres Aufenthaltes auf unser Verhalten hier auswirkt. Wir wissen, dass wir die letzte Zeit etwas anders gelebt haben, nicht zuletzt weil wir noch mehr angekommen und in das hiesige Leben eingetaucht sind. Allerdings haben wir uns auch Gedanken gemacht und unsere Erfahrungen der ersten Wochen dazu genutzt uns bewusst für einige Dinge zu entscheiden. So haben wir uns beispielsweise eine Langzeitunterkunft mit Kühlschrank gesucht, um Kosten zu sparen und einen günstigen Preis verhandeln zu können. Ähnlich sind wir bei dem Roller verfahren und haben ihn gleich günstig für einen ganzen Monat gemietet. Diese und andere Dinge werden sich bereits im zweiten Monat niederschlagen.

Zunächst habe ich in der folgenden Tabelle die Gesamtkosten für den zweiten Monat (16.02. – 19.03.2018) zusammengetragen und in verschiedene Kategorien unterteilt. In einer dritten Spalte ist die prozentuale Veränderung zum Vormonat zusehen und ob wir mehr oder weniger in der entsprechenden Kategorie ausgegeben haben.

Gesamtkosten_Tabelle_2
Gesamtkosten 16.02.2018 – 19.03.2018

Hier noch ein paar ergänzende Informationen zu den einzelnen Kategorien, wobei ich nur auf die Veränderungen zum Vormonat eingehen möchte. Die vollständigen Ausführungen zu den Kategorien sind im Kassensturz zum ersten Monat zu finden:

  • Unterkunft: die Preise für die Unterkünfte sind vor allem Ende Februar/Anfang März grundsätzlich etwas gesunken, da die High- bzw. Peakseason dann endet. Außerdem haben wir gerade auf Koh Lanta sehr günstige Unterkünfte gefunden und zudem eine Langzeitunterkunft für über drei Wochen bezogen. Da wir zudem keinen Wert mehr auf Strandnähe gelegt haben konnten wir auch hier nochmals sparen.
  • Lebensmittel: diese Kategorie ist nun weiter nach oben gerutscht, da wir mehr Lebensmittel auf Märkten eingekauft und uns einmal am Tag selbst versorgt haben. Auf Koh Lanta hatten wir immer Unterkünfte mit eigenem Kühlschrank und konnten entweder die Küche nutzen oder etwas kochen lassen.
  • Restaurantbesuche: aus dem gleichen Grund, aus dem die Kategorie „Lebensmittel“ zugenommen hat, haben wir hier gespart. Zum Einen dadurch, dass wir in der Regel nur noch einmal am Tag essen waren. Zum Anderen, da es auf Koh Lanta auch günstige Lokalitäten gibt, in denen man gut essen kann.
  • Shopping: hier fällt vor allem ins Gewicht, dass wir bei Mr. Moon auf Koh Phangan zwei sehr tolle Hängematten gekauft haben, die wir nicht mehr missen möchten.
  • Transport: hierunter fallen die Miete für Roller, die Kosten für Taxi, Zug, Fähre, Bus, Inlandsflüge usw. Erwartungsgemäß sind diese Kosten in unserem zweiten Reiseabschnitt etwas geringer ausgefallen.
  • Reisenebenkosten: neben den Netzwerkgebühren für die Bargeldabhebungen sind hier die Kosten für die Verlängerung unserer Visa dazugekommen.
  • Bekleidung: das ein oder andere Kleidungsstück haben wir noch gekauft und natürlich haben wir auch unsere Wäsche waschen lassen. Viel ist aber nicht mehr dazugekommen.
  • Freizeit: diese Kategorie blieb weitestgehend unverändert. Eintrittsgelder haben wir keine mehr bezahlt, das ein oder andere Bier allerdings gab es schon 🙂
  • Unterhaltung: diese Kategorie enthält die Kosten für das Handy, also die SIM-Karte sowie die notwendigen Guthaben. Nach dem ersten Monat haben wir unser Guthaben für weiteres Internetvolumen immer wieder aufgeladen. Zu Beginn war uns das Prozedere nicht ganz klar, so dass wir hier ein bisschen Lehrgeld zahlen mussten.
  • Geschenke: kleine Mitbringsel.
  • Körperpflege: die meisten Dinge, die unter diese Kategorie fallen sind langlebig und so ist nicht mehr viel dazu gekommen.
  • Kraftstoff: da wir auf Koh Lanta seit Anfang März dauerhaft einen Roller haben und diesen entsprechend nutzen ist dieser Posten größer geworden.
  • Allgemein: diese Kosten können keinen anderen Kategorie zugeordnet werden. Ausgleichsbuchungen haben wir in diesem Zeitraum keine gemacht.

Auch für diesen Zeitraum haben wir die durchschnittlichen Kosten je Tag berechnet und die Veränderung zum entsprechenden Vormonatszeitraum dargestellt.

Gesamtkosten_Tabelle_jeTag_2
Durchschnittliche Gesamtkosten 16.02.2018 – 19.03.2018 auf einen Tag gerechnet

Verteilt man die angefallenen Kosten erneut auf die Tage im betrachteten Zeitraum haben wir hier in Tahiland im zweiten Monat umgerechnet ca. 50 € pro Tag verbraucht, ein Viertel weniger als im Monat davor.

Wir haben also unser Ziel erreicht und konnten unsere Ausgaben senken, teilweise durch gezielte Maßnahmen, teilweise naturgemäß aufgrund der längeren Reisedauer. In der folgenden Tabelle haben wir noch einmal die Gesamtkosten über beide Monate zusammengetragen. Die Veränderung zeigt, in welchen Kategorien wir die größten Effekte hatten. Insgesamt konnten wir unsere Ausgaben also um 13 % senken.

Gesamtkosten_Tabelle_2_3
Gesamtkosten 16.01.2018 – 19.03.2018

 

Gesamtkosten_Diagramm_2_3

 

 

 

 

Fünfzehn Jahre später!

19.03.2018

Am 07.03. treten wir unsere Überfahrt nach Koh Lanta an und werden von einem Minivan wie vereinbart und gebucht bei unserer Unterkunft in Krabi abgeholt. Die Ankunft ist für ca. 2 Stunden nach Abfahrt geplant und dem Fahrstil des Fahrers entsprechend werden wir diese Zeit entweder einhalten oder garnicht ankommen. Meine Beschwerde disebezüglich trifft auf taube Ohren aber wenigstens sind wir ohnehin kurz später am Pier angekommen und setzen mit der Autofähre auf Koh Lanta Yai über. Die beiden Inselteile sind seit 2016 mit einer Brücke miteinander verbunden und wir erreichen dann schadlos unsere erste Unterkunft auf der touristisch erschlossenen Insel Koh Lanta Yai- Hutyee Boat. Fünfzehn Jahre nach meinem letzten Besuch auf Koh Lanta bin ich gespannt, ob ich irgendetwas wiedererkenne und ob es meiner Familie und mir gefallen wird.

Der Empfang ist herzlich und ohne Umschweife wird uns von Bai, der Schwiegertochter des Hauses, offenbart, dass man unsere Buchung vergessen hätte. Dies sei aber kein Problem und wir bekommen zur Begrüßung Wassermelone und einen Doppelbungalow zum ursprünglich gebuchten Preis von 500 Baht/Nacht. Dieser sei mit einem Baby ohnehin besser und so dürfen wir die kommenden fünf Nächte auch dort bleiben. Na das fängt doch schon einmal gut an, der Pragmatismus und die Herzlichkeit gefallen und wir entern unseren künftigen Wohnraum. Weniger schön waren die Unmengen an Moskitos, welche unsere Unterkunft offenbar bereits vor uns okkupiert hatten und so beginnt ein ungleicher Kampf, welcher, dies sei vorweggenommen, nach fünf Tagen mit einem klaren Punktsieg für die Insekten endet. Mama verlässt die Unterkunft mit ca. 70 Stichen an den Beinen und auch Muck ist gezeichnet. Abgesehen davon haben wir eine schöne Zeit bei Hutyee, dem etwas schwer verständlichen Hausherrn, was aber keinesfalls akustischer Natur ist, sein Organ funktioniert tadellos und dass können wahrscheinlich auch sämtliche Nachbarn bestätigen 🙂

Für unseren 30-tägigen Aufenthalt auf Koh Lanta haben wir bereits alle Unterkünfte durchgebucht, es uns aber zur Aufgabe gemacht möglichst gleich zu Beginn eine Langzeitbleibe zu finden, um einen günstigen Preis zu realisieren. Zudem möchten wir über die gesamte Zeit einen Roller mieten, um auch hierbei einen günstigen Preis erzielen zu können. So machen wir uns also gleich am ersten Tag mit einem Roller von Hutyee auf den Weg zu unserer letzten geplanten Unterkunft hier auf Koh Lanta, um uns dort einen Roller für die gesamte Zeit zu organisieren. Somit können wir dann bei unserer Abreise den Roller einfach bei der letzten Unterkunft abgeben. Gesagt getan und ab zum Poonsap Resort. Die Verständigung und damit die Verhandlungen gestalten sich zunächst etwas schwierig doch schlussendlich hat auch Sansak verstanden um was es geht und willigt ein uns einen Roller für 100 Baht/Tag anstelle der üblichen 200 Baht/Tag zu überlassen. Am nächsten Tag möchte er uns abholen und uns unser Gefährt aushändigen. Unser erstes Etappenziel ist somit erreicht und wir zahlen 2.900 Baht Rollermiete für die verbleibenden 29 Tage. Wir sind zufrieden und bekommen auch von unterschiedlichen Dritten bestätigt, dass wir einen guten Preis erzielen konnten. Es bleibt das Gefühl, dass ggf. auch etwas mehr drin gewesen wäre.

Unser zweites Ziel am ersten Tag ist sodann der Wochenmarkt in Saladan, unweit des Poonsap Resorts und wir machen uns auf den Weg dorthin. Auf dem Parkplatz angekommen machen wir bereits Bekanntschaft mit einem rüstigen berliner Rentner, der uns auf unsere Reise mit Baby anspricht und wir kommen ins Gespräch. Ehe wir uns versehen werden wir an einen muslimischen Essenstand empfohlen und kosten ein Massamancurry. Darüber hinaus lädt uns der Mann mit den bunten Zehennägeln zu sich nach Hause ein, wo er gemeinsam mit seiner Frau seit vielen Jahren überwintert. Wir verabschieden uns und nehmen die Einladung zu unbestimmter Zeit an und verweilen auf dem Markt bis der plötzlich eintretende Regenguss, der auf dem Blechdach ein ohrenbetäubendes Geräuschgewitter entfacht, nach 20 Minuten wieder vorbei ist und treten anschließend gestärkt die Rückfahrt an. Das Schöne an unserer Unterkunft Hutyee Boat ist, dass wir die Küche nutzen können, und dass eigentlich immer gekochter Reis im Reiskocher zur freien Verfügung bereitsteht. So können wir uns meistens eine Mahlzeit am Tag selbst zubereiten. Zum Frühstück gibt es unter dem Moskitonetz auf der Terrasse unseres Bungalows wie gewohnt Obst von den wechselnden Wochenmärkten auf der Insel. Ein weiterer Pluspunkt ist natürlich der Kühlschrank in unserem Bungalow, in dem unser Gemüse gut aufbewahrt ist. Hier hat unser Männelein sodann auch weitere Erfahrungen mit fester Nahrung gemacht und erstmals Gurke und Wassermelone versucht. Ein Fest ihm dabei ins Gesicht zu schauen 🙂

Vom 07. – 09.03. feiert Koh Lanta in Old Lanta Town an der Ostküste alljährlich das Laanta Lanta Festival zu Ehren aller Ethnien auf der Insel. Dieses Fest lassen auch wir uns am 08.03. nicht entgehen und nutzen es zudem zu einem kurzen, ersten Treffen mit unseren mallorquinischen Freunden, die wir bereits auf Koh Phangan kennengelernt hatten und denen wir tatsächlich zufällig über den Weg laufen, nachdem wir uns nachmittags gegenseitig unseren Besuch auf dem Festival versichert hatten. Mit dem Roller treten wir am frühen Nachmittag die knapp 25-minütige Fahrt an und stoppen unterwegs unangekündigt aber wie vereinbart noch auf Kaffe und Keksen bei unseren berliner Langzeitlantanern. Die wage Wegbeschreibung reichte aus, um deren Domizil zielstrebig auszumachen. Das Festival in Old Town anschließend ist recht groß und weitläufig. Viele, viele Essenstände mit unterschiedlichen Gerichten laden zum Probieren ein und wir snacken uns hier und da durch das kulinarische Angebot. Auch an Spielmöglichkeiten für Kinder sowie einer großen Bühne mit (sehr lauter) Livemusik mangelt es ebenso wenig wie an einer mehr als antiquitierten Filmvorführungsmaschine samt Leinwand. Wir verbringen in dem sehr anschaulichen Örtchen einen schönen Abend und machen uns vollgegessen und vorsichtig auf den langen Nachhauseweg in unsere Unterkunft.

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Von Hutyee Boat aus sind fußläufig nach wenigen Minuten der südliche Zipfel des Longbeach zu erreichen, an dem wir uns bei Ebbe einen schönen Sonnenuntergang ansehen. Außerdem laufen wir an einem späteren Morgen ein paar Minuten weiter zur Relax Bay und verbringen dort einen schönen Vormittag. Am Vortag ist unser kleiner Schatz genau sechs Monate alt geworden und so legt Mama ihm am Strand der Relax Bay ein wunderschönes großes Muschelherz. Leider war es die Tage davor und so auch am Vorabend recht windig und wir konnten nicht wie geplant eine Laterne für unseren Engel steigen lassen, die uns Cha, der Sohn von Hutyee, freundlicherweise besorgt hatte. Aber dies holen wir am Abend des Folgetages nach. Gemeinsam mit Cha, seinen drei Kindern, seiner Frau und einem Neffen fahren wir abends an den Beautiful Beach. Seine Frau hat für alle Wassermelone, sticky rice und Papayasalat mitgebracht und so haben wir ein kleines Picknick bevor Cha und sein Neffe unsere Laternen für den Aufstieg vorbereiten. Zuerst bekommt unser Schatz seine Geburtstagslaterne angezündet. Gemeinsam halten wir sie fest bis sie langsam von selbst aufsteigt und entsenden sie mit den besten Wünschen für sein künftiges Leben gen Himmel. Die zweite gilt dann uns als Eltern und Cha hilft uns wieder dabei sie zu entzünden. Wir verbringen eine schöne gemeinsam Zeit am Strand und treten dann voll des Dankes wieder den Heimweg an, während die Kinder die hiesige Koranschule besuchen, wie jeden Abend von sieben bis halb neun, außer freitags. Kaum einer der fünf Tage im Hutyee Boat geht vorbei ohne dass er uns Essen anbietet. Neben dem bereits erwähnten Reis gibt es auch immer irgendwelches Obst und immer kaltes und warmes Wasser zur freien Verfügung. Er kümmert sich hilfsbereit um die Wünsche und Touren der Gäste und organisiert das Erforderliche. Zudem weiß er immer wo gerade der Wochenmarkt stattfindet. Alles in Allem hat es uns bei Hutyee, abgesehen von den Moskitos, sehr gut gefallen aber auch dieser Aufenthalt geht vorüber und wir lassen uns am fünften Tag von Cat´s Bungalow abholen, um unsere zweite Unterkunft weiter im Süden von Koh Lanta zu beziehen. Aufgrund der herausragenden Bewertungen im Internet sind wir besonders gespannt was uns dort erwarten wird.

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Die andere Seite…

12.03.2018

Das Wang Sai Resort am Mae Haad Beach soll also unsere letzte Station auf Koh Phangan sein bevor wir die Insel nach etwas mehr als fünf wundervollen Wochen in Richtung Krabi verlassen. Der erste Eindruck der Resortleitung ist nicht wirklich herzlich aber doch wenigstens professionell und die Anlage kann überzeugen. Auch nach dem Check-In und Bezug unseres Bungalows setzt sich das gute Gefühl fort und das nicht nur aus Freude darüber, dass wir das Haad Thian Resort nun endlich hinter uns lassen können. Der Bungalow scheint nicht sehr alt zu sein, steht auf hohen Stelzen und ist geräumig und mit ordentlichem Bad ausgestattet. Auch wenn wir dieses nicht brauchen verfügt er über ein zusätzliches Bett, welches gerne als Ablagefläche dient. Außerdem haben wir einen kleinen Schrank, einen funktionierenden Ventilator sowie eine schöne große Terrasse, über die wir gleich unser Moskitonetz spannen, um auch abends noch ungestört dort sitzen bzw. morgends dort frühstücken zu können. Wir haben uns schnell eingerichtet und erkunden die Gegend. Fußläufig sind verschiedene Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten zu erreichen. Da es leider keinen designierten Obststand gibt vereinbaren wir mit dem Supermarkt unseres Vertrauens die tägliche Besorgung von frischem Obst und Gemüse auf Bestellung, was für die Dauer unseres Aufenthalts tadellos funktioniert. Für auch immerhin 1.000 Baht/Nacht stimmt hier alles und das Preis-Leistungsverhältnis ist ausgewogen. Wir atmen durch und genießen die sieben Tage sehr. Die Anlage grenzt an einen schönen Strandabschnitt des Mae Haad Beach und in wenigen Minuten ist man über den Strand nach Koh Ma gelaufen. Eine kleine unbewohnte Insel, die durch eine Sandbank mit dem Mae Haad Beach verbunden ist und tolle Schnorchelgründe bietet – zumindest liest man das und bekommt es erzählt. Als wir dort waren haben wir außer Unmengen von Seegurken leider nichts gesehen. Das lag wohl aber an der Ebbe; vor Mae Haad allerdings haben auch wir tolle Fischschwärme sehen können.

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Zudem wurde uns dort einmal mehr vor Augen geführt wie klein doch die Welt ist als wir am Strand tatsächlich ein junges Paar aus Appenweier treffen, die wir glauben in der Heimat schon einmal gesehen zu haben und mit welchen wir darüberhinaus gemeinsame, entfernte Bekannte aus Mösbach haben. Mit dabei war außerdem ein Ehepaar aus NRW, das auf Mallorca lebt und gleichzeitig mit uns nach Koh Lanta reist. Wir tauschen Nummern aus und wollen uns auf jeden Fall dort wieder treffen. In unmittelbarer Nähe und schnell zu erreichen befinden sich zahlreiche Restaurants, von denen wir einige natürlich ausprobiert haben. Grundsätzlich waren wir überall mit Qualität und Preis zufrieden, lediglich die Pizza bei einem Restaurant mit angeblich italienischem Essen war definitiv billige TK-Kost und enttäuschend. Herausragend war dafür das Preis-Leistungs-Verhältnis bei unserer Omi im namenlosen Restaurant. Nirgends haben wir bisher in Thailand größere Portionen bekommen und das zu absoluten Tiefstpreisen. Man ist gewillt ihr das doppelte zu zahlen, und selbst das wäre noch nicht angemessen. Somit wird uns also auch das Wang Sai Resort samt Umgebung in guter Erinnerung bleiben. Der einzige Wermutstropfen war, dass unser Bungalow direkt am Rollerparkplatz zum Einen des Resorts zum Anderen aber auch für die Besucher des Strandes lag. Dementsprechend stark wurde dieser dann auch frequentiert, so richtig gestört hat dies aber schlussendlich auch nicht. Einzig der ein oder andere russische Reisende (oder was sich für unsere Ohren russisch anhört) machte lautstark auf sich und seine Soundbar aufmerksam. Offensichtlich, so zumindest stellte sich dies in der ganzen Zeit und überall auf Koh Phangan dar, scheint mittlerweile Elektronische Musik, drahtlose Funkverbindung und Strandurlaub endgültig auch in der Mittelschicht der ehemaligen Sowjetstaaten angekommen zu sein. Und das will der restlichen Welt scheinbar unbedingt, allerorts und jederzeit unüberhörbar mitgeteilt sein.

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Am 05.03.2018 haben wir schließlich nach sieben Nächten das Wang Sai Resort und nach insgesamt 37 Tagen die Insel Koh Phangan verlassen und sind nach Krabi aufgebrochen. Wir hatten sowohl im Wang Sai Resort als auch auf Koh Panghan eine tolle, sehr schöne Zeit. Ein kurzes, persönliches Fazit dazu:

  • Wir haben viele liebe Menschen kennengelernt und denken, dass auch anhaltende Freundschaften nach Heidelberg/Göteborg bzw. Bruchsal entstanden sind
  • Wir haben sehr viele Langzeitreisende und Reisende mit Kind/Kindern/Baby auf Koh Phangan kennengelernt
  • Es reisen sehr viele Deutsche, Franzosen, Osteuropäer und russiche Landsleute nach Koh Phangan
  • Man kann es sich für überschaubares Geld sehr gut gehen lassen aber wirklich suuuper billig/günstig ist anders. Es gibt wahrscheinlich tatsächlich europäische Reiseländer, die mittlerweile günstiger zu bereisen sind als Thailand bzw. Koh Phangan
  • Koh Phangan (Februar/März) war etwas teurer als Kotao (Januar)
  • das nächste Mal würden wir uns nach einer Langzeitmiete für ein Haus/Appartment auf Koh Phangan umsehen. Es gibt zahlreiche Angebote und Facebook-Gruppen dazu.

Die Überfahrt nach Krabi haben wir für 900 Baht pro Person direkt im Wang Sai Resort mit Longpraya gebucht. Mit dem Taxi geht es für zusätzliche 100 Baht je Person dann zunächst zum Longpraya-Büro in Thongsala, wo wir unseren Zahlungsnachweis gegen unser Ticket eintauschen und gemeinsam mit zahlreichen anderen Touristen auf unseren Transport warten. Mit Pick-Up-Taxis und Minubussen geht es zum wenige Meter entfernten Pier und auf die Fähren. Entgegen anderslautender Auskunft fährt unsere Fähre tatsächlich direkt und ohne Zwischenstopp auf Koh Samui nach Surathani und legt dort pünktlich nach etwas mehr als 2 h Überfahrt an. Dort stehen bereits große Reisebusse für die Weiterfahrt an die unterschiedlichen Ziele bereit und wir steigen in die Nummer 6 nach Krabi. Vor uns liegen ca. 160 km und 2,5 Stunden Fahrt, die wir leider trotz pünktlicher Ankunft und nahtlosem Übergang erst mit einer Stunde Verspätung antreten. Offensichtlich wurde noch auf Reisende einer weiteren Fähre gewartet und so kommen wir schlussendlich gegen 18 Uhr bei Lompraya in Krabi, auf der anderen Seite Thailands an. Muck hat die Reise in gewohnter Manier und mit bester Laune mitgemacht und hatte auch einigen Spaß dabei.

Für angemessene 50 Baht je Person fahren Minibusse die Gäste dann zu ihren Unterkünften. Zufrieden mit dem einwandfreien Service – erneut – buchen wir sogleich die Weiterreise zwei Tage später nach Koh Lanta für 400 Baht je Person ebenfalls mit Lompraya und kommen um 19 Uhr zufrieden im Baan To Guesthouse an, zu unserer Freude haben wir bereits den ersten großen Obst-, Gemüse- und Foodmarkt in der Nähe ausmachen können. Zum Abendessen ziehen wir dann aber gleich noch los zum ebenfalls nahegelegenen Nightmarket am Flussufer und kommen dort mit der muslimisch geprägten Küche in Thailands Süden in Berührung. Unser kleiner Mann muss sich leider etwas mit der späten Stunde plagen doch nach ein paar verschiedenen Snacks geht es auch schon wieder gesättigt zurück zur Unterkunft und wir alle kommen zu unserem ersehnten Schlaf.

Am nächsten Tag steht dann der Besuch bei der Einwanderungsbehörde in Krabi an, wo wir unser 60 Tage Visum um weitere 30 Tage erweitern möchten. Schnell ist im Guesthouse ein Roller für die kurze Fahrt zur „Krabi Immigration“ gemietet und wir machen uns auf den Weg. Die Unterkunft haben wir bereits im Vorfeld auch aufgrund ihrer Lage in der Nähe des Behördenbezirks gewählt und so ist die entsprechende Adresse auch schnell aufgefunden. Passbilder haben wir bereits aus Deutschland mitgebracht und so müssen lediglich Kopien unserer Reisepässe direkt vor Ort angefertigt werden. Das ganze Prozedere dauert keine 20 Minuten und schon haben unsere Visa die gewünschte Gültigkeit, so dass wir nun ganz legal bis zu unserem Rückflug am 09.04. im Land bleiben dürfen. Die Verlängerung schlägt für uns beide je Person mit 1.900 Baht zu Buche. Mucks Visum braucht nicht verlängert zu werden, was bei uns die Frage aufwirf, ob wir dann überhaupt eines gebraucht hätten?!

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Die restliche Zeit in Krabi bringen wir sodann auf Märkten, beim Barber oder in einem großen Park zu und zwei Tage nach unserer Ankunft geht es dann auch schon wieder weiter auf die Insel Koh Lanta. Nach etwas mehr als zwei Dritteln unserer Zeit in Thailand wechseln wir also nunmehr die Seite vom „Golf von Thailand“ in die Andamansee, von Ost nach West, von der überwiegend buddhistisch geprägten Bevölkerung in den muslimischen Teil Thailands, von Kotao und Koh Phangan auf Koh Lanta Yai. Hier werden wir die uns verbleibende Zeit verbringen.

 

Einmal Hölle und zurück..!

01.03.2018

Gnaz so schlimm war es dann doch nicht, aber unsere Unterkunft in Haad Thian war zumindest speziell.

Am 26.02. waren schon wieder 10 Tage vergangen und wir mussten aus dem Haad Salad Resort in Haad Salad auschecken. Schade eigentlich, denn es hat uns dort sehr gut gefallen. Nach dem Longtail Beach Resort waren wir nicht sicher, ob wir wieder ein so tolles Preis-Leistungs-Verhältnis werden finden können, doch das Haad Salad Resort hat uns zumindest nicht enttäuscht. Glücklicherweise hatten wir ja bereits während unserer Zeit in der Thong Nai Pan Yai Bucht unsere neuen Freunde aus Bruchsal getroffen, die gerade aus dem Haad Salad Resort kamen und uns dieses wärmstens empfehlen konnten. So ein direkter Tipp ist natürlich Gold wert, vor allem in der Hochsaison, in der man jede Unterkunft ungesehen vorab buchen muss und so beschlossen wir sofort unseren Aufenthalt dort zu verlängern. Unser Glück, wie sich später herausstellen sollte denn damit wiederum reduzierten sich unsere Übernachtungen im Haad Thian auf nur noch vier Nächte. Was uns außerdem sehr freute war die Tatsache, dass unsere deutsch-schwedischen Freunde zufällig auch nach Haad Salad umziehen würden, und zwar genau einen Tag vor uns. Hätten wir unseren Aufenthalt im Longtail Beach Resort nicht noch um einen Tag verlängert, wären wir sogar an demselben Tag umgezogen. Sollte das alles nur Zufall sein..? 🙂

Wie dem auch sei, der Empfang im Haad Salad Resort war sehr herzlich. Natürlich war unser kleiner Schatz gleich wieder Mittelpunkt des Geschehens und ehe wir uns versahen war er uns auch schon wieder entrissen worden und thronte – wie fortan jeden Morgen – auf Dia’s Armen. Zur Begrüßung bekamen wir zunächst jeweils eine kleine Flasche Wasser, auf unseren Bungalow mussten wir noch etwas warten. Das ging auch vollig in Ordnung, schließlich waren wir noch vor der Check-In-Zeit angekommen. Während unser künftiges Zuhause also gereinigt und bezugsfertig gemacht wurde liefen wir zum nahegelegenen Strand, um nach unseren Freunden Ausschau zu halten. Die drei waren auch schnell gefunden schließlich waren unsere Unterkünfte quasi benachbart. Wir verweilten eine Zeit lang zusammen am Strand bis uns der Hunger zum Mittagessen rief. Nachdem unsere Freunde auch erst ein Restaurant ausfindig gemacht hatten, welches sie auch gleich empfehlen konnten, machten wir uns auf den Weg dorthin und verabredeten uns auch gleich noch zum Abendessen bei Kin Khao. Das Essen war wirklich lecker und wir freuten uns schon auf den kommenden Abend dort.

Nach unserer Rückkehr ins Resort halfen uns Dia und ein weiterer Helfer mit dem Gepäck und brachten uns zu unserem Bungalow, welcher genaue neben dem lag, den die Bruchsaler zuvor bewohnt hatten. Ein schöner, großer und sauberer Holzbungalow mit ordentlichem Bad, einem Moskitonetz über dem Bett, Moskitonetzen vor den Fenstern, mehreren Steckdosen, 3! Ventilatoren, Ablagemöglichkeiten und einer sehr großen Terrasse mit Hängematte und Blick auf den Pool, dem ganzen Stolz des Resortbetreibers. Es versprach ein angenehmer Aufenthalt zu werden, über den wir ja auch schon berichtet hatten.

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Doch leider mussten wir uns zum Einen am 25.02. vorerst endgültig von unseren deutsch-schwedischen Freunden verabschieden, die sich auf nach Koh Samui machten. Und zum Anderen ging es für uns am 26.02. von Haad Salad nach Haad Thian. Wir riefen also dort an, und baten darum abgeholt zu werden, schließlich war uns aus dem Internet bekannt, dass die Anlage über ein resorteigenes Taxi verfügt. Dieses allerdings war wohl leider nicht verfügbar und so wurde uns dieser Service verwehrt, weil scheinbar alle gerade zum Shopping ausgeflogen waren. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit musste davon ausgegangen werden können, dass auch dieser Ausflug einmal mit der Rückkehr in die Basis enden würde, doch dieses Ereignis übertraf wohl den Planungshorizont der Resortchefin und so blieb es dabei: kein Pick-Up für Muck & Co. Diesem Umstand begegneten die Betreiber des Haad Salad Resorts hingegen gelassen mit bekanntem Pragmatismus und so wurden kurzerhand Omi mit den kaputten Knien samt ihrem neuem Mazda mobilisiert, um uns kostenlos mit einem Zwischenstop beim hiesigen Obststand ins fünf Minuten entfernte Haad Thian Resort zu fahren. Welch ironische Tragik dem Ganzen innewohnt sollte sich erst noch zeigen.

Im Resort, gut 15 Minuten Fußmarsch von der Hauptstraße entfernt und fernab leichtfüßig erreichbarer Gastronomie oder ähnlichem, angekommen baten wir sodann um Hilfe beim Tragen unseres Gepäcks, immerhin 3 mehr oder minder schwere Rucksäcke und ein paar Taschen und Tüten – im Grunde eine Selbstverständlichkeit. Was soll ich sagen, leider konnte uns die Resortchefin auch damit nicht dienen, da sie ja gerade alleine war. Ach klar, die anderen sind ja shoppen, genau… . Und alleine war sie im wahrsten Sinne, es waren nämlich gerade auch keine Gäste zu betreuen. Nunja, aus sich uns nicht erschließenden Gründen war sie dann tatsächlich doch in der Lage uns nach den Check-In-Formalitäten, zu denen unter anderem die vollständige Bezahlung der Übernachtungen zählte, zu unserem Bungalow zu führen – hä? Was? – ja. Aber da sie ja alleine war konnte sie wohl noch immer nicht mit dem Gepäck helfen. Alleine? Wer ist denn dann der schlanke Thai mit den Reinigungsutensilien, der mich auf der Terrasse eines Bungalows sitzend freundlich anlächelt und scharfsinnig bemerkt, dass ich zum zweiten Mal schweres Gepäck an ihm vorbei in unsere Herberge hiefe. „Many?“. „Yes!“ entgegne ich ebenso grinsend wie präzise und denke mir den Rest. Die Grundstimmung war damit also schonmal klar, das grüne Poolwasser lasse ich gedanklich vorerst großzügig unter „Naturbadqualität“ laufen.

Meine Großzügigkeit findet allerdings ein Ende als sich zeigte, dass sich diese Qualität augenscheinlich auch in unserem Badezimmer fortsetzen sollte, gemäß dem Motto: auch ein Feuchtbiotop würde man ja schließlich nicht „sauber machen“ und braunes Wasser ist nun wahrlich nichts unnatürliches. Der schlanke Thai mit dem freundlichen Lächeln verfügt offensichtlich viel mehr über scharfe Sinne denn über einen Sinn für überzogene Sauberkeit. Das fehlende Moskitonetz über dem Bett und die verdreckte Klimaanlage sind Randnotizen, die ohne diese Vorgeschichte wahrscheinlich nicht mal ins Gewicht gefallen wären aber unter diesen Umständen das Gesamtbild schlüssig abrunden. Klar, wir hätten etwas sagen können und uns beschweren. Aber nach der ersten Begegnung mit der scheinbar verantwortlichen Dame des Resorts war uns nicht nach Konfrontation und wir entschieden uns dafür die vier Tage und Nächte einfach hinter uns zu bringen und freuten uns an den letzten gemeinsamen Abenden mit unseren Freunden und den Sonnenuntergängen über dem Meer, auf das wir direkt von unserer Terrasse aus schauen konnten.

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Nachdem wir uns nun etwas ab der Zivilisation befanden musste wieder ein fahrbahrer Untersatz her, unter anderem da wir nicht dazu bereit waren unglaubliche 40 Baht für eine 1,5-Liter-Flasche Wasser zu bezahlen wenn man auch 6 Liter für denselben Preis bekommen kann, und so fragten wir die viel beschäftigte Resortchefin nach einem Roller um sogleich auch den Abend wieder mit unseren in Haad Salad zurückgelassenen Freunden verbringen zu können. Roller waren im Resort gerade aus, wie so vieles, und man verwies uns daher an den Haad Salad Express, den nächsten Supermarkt oben an der Straße, ca. 10 Minuten zu Fuß entfernt. Jener Laden, in dem wir bereits vor einiger Zeit kopfschüttelnd ob der aufgerufenen Preise durch die Regale schlenderten, ungläubig, dass hier überhaupt irgendjemand etwas kauft. Nun gut, auf dort hin und einen Roller mieten. Natürlich einen der letzten, zudem mit leerem Tank, schließlich wird zufällig auch Sprit gleich mitverkauft. Etwas überrumpelt ließen wir dann noch 50 Baht in den Tank und konnten damit zumindest eine Zeit lang wieder zurück in unser altes, schönes Leben flüchten. Soweit hat das auch alles geklappt wenngleich der Roller standesgemäß eine Katastrophe war, überall klapperte, schlecht bremste und bei dem außerdem der Gaszug hängen blieb. Ohne großes Aufsehen zu verursachen gaben wir den Roller am Abend wieder zurück, um am nächsten Tag einen anderen zu mieten und unseren letzten gemeinsamen deutsch-schwedischen Abend auf dem Walking Street Market in Thongsala zu verbringen.

Wider besseren Wissens und aus Mangel an Alternativen gingen wir also am Samstag wieder zum Haad Salad Express, um erneut einen Roller zu mieten. Während ich das Formular aussfüllte wurde der letzte Roller für mich vorgefahren. Da dieser genauso aussah wie das unmögliche Teil vom Vortag fragte ich, ob es der selbe Roller wie gestern sei. Die Antwort kam von den Damen unisono und wie aus der Pistole geschossen:“No, no, this one is not broken!“, was so viel bedeuten soll wie:“Nein, nein, dieser ist nicht kaputt!“. Aha, alles klar, davon hatte ich doch garnichts erwähnt?  Es mag vielleicht nicht derselbe gewesen sein, aber besser war er auch nicht und so blieben wir an der ersten Steigung gleichmal mangels Leistung stehen und schoben das Teil die letzten Meter den Berg hinauf. Wir bestanden auf Ersatz und tauschten das Gefährt bei einem offensichtlichen Partner in Haad Salad, nur um kurz darauf erneut an einem anderen Berg steht zu bleiben. Der dritte Roller an diesem Tag brachte uns dann doch nach Tongsala und zurück – fast 30 km mit vermeintlich leerem Tank, wir tanken nicht 🙂

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Es waren vier besondere Tage im Haad Thian Resort, die den Gesamteindruck zwar nicht zu trüben vermögen aber doch zeigen, dass es eben überall schwarze Schafe gibt, auch in Thailand. Auch wenn es schlussendlich nicht ganz so schlimm war, waren wir doch froh als wir die Anlage wieder verlassen haben und erleichtert, als wir unsere neue Bleibe, das Wang Sai Resort für gut befinden konnten. Damit beginnt quasi ein neuer Abschnitt unserer Reise, nach dem wir nun unsere deutsch-schwedischen Freunde nach Koh Samui verabschieden mussten.

 

 

Ein Monat Thailand mit Kind – Kassensturz

18.02.2017

Wir sind nun knapp über einen Monat in Thailand und es ist an der Zeit einen Kassensturz zu machen. Wir haben uns unsere Ausgaben täglich notiert, um bei den vielen kleinen Beträgen, die man hier tagtäglich ausgibt, einigermaßen den Überblick zu behalten. Nun möchten wir gerne wissen, wie es die kommenden Wochen weitergehen darf und schauen uns dazu die ersten 31 Tage nach unserer Ankunft in Bangkok genauer an.

Zunächst habe ich in der folgenden Tabelle mal die gesamten Kosten für den gesamten Zeitraum zusammengetragen und in verschiedene Kategorien unterteilt. Dabei haben wir nur die Kosten nach Ankunft in Bangkok erfasst, sprich ohne Anreise dorthin.

Gesamtkosten_Tabelle
Gesamtkosten 16.01.2018 – 16.02.2018

Hier noch ein paar ergänzende Informationen zu den einzelnen Kategorien:

  • Unterkunft: selbstredend, hier sind die Kosten für unsere Übernachtungen aufgetragen. In aller Regel ist das die Miete für kleine Bungalows. Wir haben bisher meistens in Strandnähe gewohnt und haben uns die Unterkünfte nach Empfehlungen und Bewertungen im Internet ausgesucht. Wir haben darauf Wert gelegt, dass wir unser eigenes Bad und WC haben und bisher hatten wir auch immer warmes Wasser dabei. Unser Muck hat bisher nichts weiter gekostet, lediglich in unserer ersten Unterkunft auf Koh Phangan hatten wir für eine Woche ein Babybettchen für 100 Baht die Nacht dazugebucht. Der Einfachheit wegen haben wir die meisten Buchungen über booking.com gemacht.
  • Restaurantbesuche: in aller Regel haben wir 1-2 Mal am Tag in einem Restaurant, an einem Essensstand oder an einer Garküche gegessen. Die Kosten hierfür fallen in diese Kategorie. Ebenfalls haben wir die Kosten erfasst, wenn wir mal einen Kaffee oder einen Fruchtshake trinken waren oder eine Zwischenmahlzeit wie beispielsweise Kuchen oder Roti gegessen haben.
  • Lebensmittel: Unser Frühstück bestand fast immer aus frischen Früchten, die wir an den verschiedenen Obstständen eingekauft haben. Wasser gab es in 6-Liter-Kanistern zu 50-70 Baht. Wir hatten für Zwischendurch auch immer ein paar Snacks greifbar, darunter leckere Knabbereien auf Bohnenbasis wie Salted Broad Beans oder Mungbeans, manchmal Kokoschips und verschiedene Nüsse. Auch Gemüse wie Avocado, Gurke und Karotte zusammen mit Reiswaffeln waren schmackhafte Kleinigkeiten für den kleinen Hunger zwischendurch. Zuletzt haben wir auch mal Thunfisch und Oliven gekauft für etwas Abwechslung. All diese Kosten haben wir der Kategorie „Lebensmittel“ zugeordnet.
  • Transport: hierunter fallen die Miete für Roller, die Kosten für Taxi, Zug, Fähre, Bus, Inlandsflüge usw.
  • Allgemein: diese Kosten können keinen anderen Kategorie zugeordnet werden. Der Posten ist in diesem Falle nur deshalb so groß, da wir zu Beginn nicht ganz so genau waren und daher ca. 3.000 Baht nicht richtig erfasst hatten und nicht mehr zuordnen konnten.
  • Bekleidung: in Thailand kommt man nicht umhin sich das ein oder andere Kleidungsstück zu kaufen. Hier gibt es für verhältnismäßig kleines Geld gute Qualität und schöne Stücke. Dabei waren typische luftige lange Sachen bereits vorab zum Kauf eingeplant, da diese zum einen gegen die Sonne schützen und zum anderen in den Morgen- und Abendstunden gegen die Moskitos helfen. Natürlich ist hier auch sehr schwierig keine Kinderkleidung für unseren kleinen Schatz zu kaufen 🙂 Daneben sind hier auch Kosten für das Waschen unserer Kleidung enthalten. Dieser Service wird hier an sprichwörtlich jeder Ecke für 40-50 Baht/kg angeboten. Wir nehmen ihn für unsere Kleidung in Anspruch während wir die Kleider von Muck selbst wachen, außer wir können unser Waschmittel mitgeben. Ansonsten wird hier sehr stark parfümiert gewaschen, so dass wir auch bei unserer Kleidung stets darum bitten zumindest auf den Weichspüler zu verzichten.
  • Freizeit: in dieser Kategorie stehen Kosten, die für das ein oder andere Bier angefallen sind oder mal für einen Eintritt beispielsweise zum Strand. Ich hatte auch mal eine Yogastunde besucht bzw. hatten wir auch mal eine Pediküre mit Putzerfischen.
  • Körperpflege: die meisten Produkte zu dieser Kategorie haben wir schon von zu Hause mitgebracht. Hier gekauft haben wir zum Beispiel neues Kokosöl und Citronellaspray gegen die Moskitos. Das ein oder andere Mal waren auch 10 Baht für die Toilettennutzung zu berappen. Für unser Baby waren zudem Windeln und Küchentücher fällig, Papa war auch mal beim Barber.
  • Geschenke: kleine Mitbringsel.
  • Shopping: Dinge, die wir uns zugelegt haben. Derzeit fällt hierunter nur ein großes Strandtuch.
  • Reisenebenkosten: für Bargeldabhebungen fallen hierzulande einheitlich 220 Baht Netzgebühren je Transaktion an. Denselben Betrag hatten wir für die Kofferaufgabe am Hua Lamphon bezahlt und hier erfasst.
  • Unterhaltung: diese Kategorie enthält die Kosten für das Handy, also die SIM-Karte sowie die notwendigen Guthaben.
  • Kraftstoff: ein verschwindend kleiner Posten für die Tankungen mit dem Roller.
Gesamtkosten_Tabelle_jeTag
Durchschnittliche Gesamtkosten 16.01.2018 – 16.02.2018 auf einen Tag gerechnet

Verteilt man die angefallenen Kosten auf die Tage im betrachteten Zeitraum haben wir hier in Tahiland umgerechnet ca. 65 € pro Tag verbraucht.

Betrachtet man die ersten drei Kategorien „Unterkunft“, „Restaurantbesuch“ und „Lebensmittel“ so kommen wir auf etwa 48 €. Diese Dinge waren die einzigen, die wir vorab budgetiert hatten. Unser Maximum von 50 € je Tag haben wir unterboten, die zusätzlichen Kosten jedoch sind beachtlich. Wir werden uns also bemühen den bisherigen Stand mindestens zu halten, besser noch zu unterschreiten. Gerade die ersten drei Kategorien bieten hierbei noch Potential, da wir gerade zu Beginn teurere Unterkünfte bezogen hatten. Außerdem sind in der ersten Zeit nach unserer Ankunft Kosten für Transport angefallen, die wir in dieser Höhe erst wieder gegen Ende unserer Reise erwarten. Wir haben uns gezielt dazu entschieden weniger herumzureisen und vielmehr an jeweils einem Ort zu verbleiben, um richtig ankommen und eintauchen zu können und nicht zuletzt Kosten und Zeit zu sparen. Unserem Muck wird es herzlich egal sein, wo genau er im Meer badet auch wenn er die Abwechslung doch auch sehr genießt.

Gesamtkosten_Diagramm
Prozentuale Verteilung der Kosten auf die einzelnen Bereiche

 

 

 

 

Mucks große Reise oder: Nägel mit Köpfen

Die Idee

Bereits unabhängig voneinander und damit schon lange hegten wir beide den Traum vom Langzeitreisen. Zwar hatte ich mit einer sechswöchigen Thailandreise und einem zwölfmonatigen Work&Travel Aufenthalt in Australien, welche beide schon viele Jahre zurück liegen, und der ein oder anderen Fern- aber Urlaubsreise nicht viel dieser Art vorzuweisen, aber dennoch mehr als meine Frau. Dem musste natürlich Abhilfe geschaffen werden und so war bereits zu Beginn unserer Beziehung klar, dass wir reisen gehen. Wir schafften es nach Sri Lanka, nach Nepal, in die Mongolei und nach Russland sowie in ein paar europäische Nachbarländer. Zur Langzeitreise reichte es aber nie. Gerne wären wir einfach in einem Fernreisemobil um die Welt gefahren, heute hier, morgen da. Unser Kinderwunsch sollte uns dabei nie im Wege stehen, das stand fest. Und so kam es, dass wir es erstmal zwar nicht zum Weltenbummler schafften jedoch in freudiger Erwartung unseres ersten gemeinsamen Kindes waren. Und erneut kam die Frage auf, wie unser Leben künftig verlaufen sollte. Die Wahl Elternzeit zu nehmen stellte sich bereits in den ersten Tagen nach der Geburt als einzig richtige Entscheidung heraus. Darüber hinaus reifte in diesen vier Wochen die Gewissheit heran, dass der bisherige, eher konventionelle Lebensentwurf nicht das war, was wir auch weiterhin verfolgen wollten. Die Rückkehr zurück ins Büro fiel nach diesem ersten, intensiven gemeinsamen Monat mit unserem Muck mehr als schwer. Es fühlte sich noch weniger richtig an, als die Monate und gar Jahre zuvor schon und so hieß es: Nägel mit Köpfen machen! wenn ich kein Feierabend- und Wochenendvater werden möchte, der die wichtigsten Entwicklungsschritte seines Kindes nur aus Erzählungen der Mutter kennt. So tat ich das einzige, dass man als frisch gebackener Familienvater vielleicht eher nicht machen sollte und kündigte meinen Job. Von unserem wenigen Ersparten kauften wir uns ein altes Reisemobil und stellten es über den Winter unter und buchten vier Wochen vor Abflug unsere Flugtickets nach Thailand. Los sollte es dann am 15.01.2018 gehen, der Rückflug aus Bangkok ist für den 09.04.2018 gebucht. Wenn unsere Berechnungen einigermaßen hinhauten – die laufenden Unkosten zu Hause bestreiten wir mit dem bezogenen Elterngeld, die Reisekosten mit unserem Ersparten- würden wir dann im Anschluss mit unserem Mercedes-Oldtimer noch nach Südeuropa weiterziehen. Doch das wird sicher eine andere Geschichte.

Bereits jetzt aber zeigt sich unser Dilemma. Wir können uns nicht wirklich entscheiden. Weltenbummler oder Kinder? Reisemobil oder Fernreise? Europa oder Südostasien? Wir wollen alles und es muss einen Weg geben, dies miteinander zu verbinden. Welcher? Das wissen wir noch nicht. Hoffentlich finden wir es rechtzeitig heraus, der Anfang, wenn auch der einfachere Teil des Ganzen, ist gemacht…

Die Vorbereitungen

Heute in einer Woche geht nun tatsächlich unser Flug nach Bangkok. Und heute in ca. 13 Wochen erst wieder unser Rückflug. Vor uns liegt mit Sicherheit eine aufregende, ereignisreiche und spannende Zeit. Davon trennt uns nur noch die ebenso aufregende, spannende aber hoffentlich weniger ereignisreiche heiße Phase der letzten Vorbereitungen. Was insgesamt zu klären war:

  • Elterngeld
  • Visum
  • Reisedokumente
  • Krankenversicherung
  • Flüge, Anreise und Unterkünfte für die ersten 4 Wochen
  • Packen – oh je…

…Fortsetzung folgt…

Die Anreise

Montag Früh um kurz vor 5:00 Uhr geht es also los. Wir starten mit Auto und Oma in Richtung Flughafen Frankfurt und sollten nach weniger als 2 Stunden Fahrt dort ankommen. Zunächst kommen wir aber nicht sehr weit, unser Männelein hat Hunger und so legen wir gleich im Nachbarort eine Stillpause ein. Wir haben ja genügend Puffer und so kommen wir nach einer reibungslosen Anfahrt pünktlich um 7:00 Uhr am Flughafen an. Unsere Jacken und Pullover geben wir gleich der Oma mit zurück, die werden wir weder auf unserer Reise noch hoffentlich bei unserer Rückkehr brauchen. Sweatshirts und lange Jeans sollen für die oft untertemperierten Flieger und etwas kühleren Tage in Thailand reichen. Meine Frau nimmt noch einen dünnen Sweater mit, unser Baby trägt Zwiebellook und Mütze.

Mit unserem Baby in der Manduca und den Rücksäcken auf dem Trolley geht es dann zum Emirates-Schalter zur Gepäckaufgabe, eingecheckt haben wir bereits online. Wie immer verstauen wir unsere Rücksäcke zum Schutz in den Übersäcken und geben sie auf. Deutlich leichter machen wir uns dann, nachdem wir den ersten Proviant zu uns genommen und unser Wasser getrunken haben durch den Sicherheitscheck auf den Weg zum Gate. Kurz vor Boarding wird nochmal gestillt und gewickelt und unser Männelein ist bereit für seine erste große Reise. Nicht aber Christoph. Er sitzt offensichtlich auf der Toilette in der Kabine neben mir und antwortet seiner hysterisch rufenden Ehefrau: „Ja, mach ich ja.“. „Christoph, beeil Dich jetzt, wir wurden schon aufgerufen!“ ruft sie lauter werdend. Christoph ist hörbar bemüht ihr Folge zu leisten: “ Ich beeile mich ja, [„oh mann“ seufzt er leise]“. Sie: „Christoph, komm jetzt, wir müssen jetzt ins Flugzeug.“ Sie scheint bereits in der Herrentoilette zu stehen. Christoph ist das ganze offensichtlich sehr unangenehm: „Ich muss aber doch, ich bin gleich fertig.“. „Komm jetzt, sonst müssen wir alles stornieren, CHRISTOPH!“. Oh man wie peinlich denke ich mir und antworte ihr lautstark, um Christoph zu unterstützen: „Keine Panik, wir müssen alle in diesen Flieger, die starten nicht ohne euch!“ und beim Verlassen der Kabine sehe ich Christophs bessere Hälfte tatsächlich in der Herrentoilette stehen in der Annahme, das Flugzeug würde nun unverzüglich starten nur weil die Passagiere der Bereiche B und C zum Boarding gebetern wurden. Naja, wie auch immer, sowohl wir als auch Christoph nebst besorgter Frau haben es sicher und gesund nach Dubai geschafft, das sei an dieser Stelle bereits vorweggenommen.

Der Flug war sehr angenehm und ruhig. Uns hatte man bereits bei der Buchung automatisch die entsprechenden Sitze für Reisende mit Kleinkind kostenfrei zugewiesen und auch das Babybassinet war, wie ich mir vorab auch telefonisch habe bestätigen lassen, für uns reserviert worden. Wir hatten alle drei Sitzplätze direkt vor der Galley auf dem Unterdeck des A380 für uns zu Verfügung, was natürlich sehr angenehm war. Lediglich das Enternainmentsystem schien nicht richtig zu funktionieren, was für uns jedoch nebensächlich war, da wir unser eigenes Entertainment ja dabei hatten. Auch das Boardpersonal hatte sichtlich Freude mit unserem kleinen Mann und er selbst fühlte sich pudelwohl. Beinahe hätte es auch mit dem Stillen während des Starts (und der Landung) geklappt, er war kurz vor dem Take-Off fertig. Der Druckausgleich schien ihm aber dennoch nichts aus zu machen und so verlief der gesamte Flug reibungslos. Unser Männelein hat sogar ein Weilchen in seinem Babycot geschlafen, was uns für einen kurzen Augenblick neidisch werden ließ. Doch wir gönnten ihm seinen Luxus natürlich von Herzen und waren sehr froh und erleichtert, dass er offensichtlich keine Schwierigkeiten mit den Umständen hatte.

20180115_141639Papas Beusch im Babycot

Als ich von der Toilette zurückkam hatte meine Frau bereits ihr Menue erhalten. Ich weiß, dass die Spezialessen immer zuerst ausgegeben werden und wunderte mich zunächst nicht darüber, dass mein vegetarisches Essen noch nicht an meinem Platz stand, da ich dachte ich bekäme es wenn ich zurückkomme. Als ich dann aber merkte, dass dem nicht so war und nachfragte, bestätigte mich die Flugbegleiterin, dass ich das Menue zwar bestellt hätte, ihre Kollegin es aber leider versehentlich an einen anderen Passagier herausgegeben hatte. Also Lösungsvorschlag wurde mir dann ein alternatives vegetarisches Essen angeboten, welches wirklich gut war und so konnten meine Frau und ich uns zwei verschiedene Essen teilen. Auch nicht schlecht.

Wir landeten pünktlich in Dubai und der Zwischenstop war mit 3:40 h gerade kurz genug um am frühen Abend nicht allzu lang zu sein. Wir aßen eine Kleinigkeit und ruhten uns etwas aus bis es dann schon wieder pünktlich weiter ging. Diesmal hatten wir Plätze auf dem Oberdeck in der ersten Reihe, in der es jeweils nur 2 Sitzpläte gibt. Leider gibt es aber auch kein Fenster, was sich im ersten Moment etwas ungewohnt anfühlt aber nicht annähernd so schlimm war, wie die eiskalte Klimaanlage, die uns mehr oder minder direkt anpustete. Die nette Flugbegleiterin versicherte uns, dass sie sich darum kümmern würde und gab dann die Rückmeldung, dass die Klimaanlage auf die standardmäßigen 24 °C eingestellt wurde. Es blieb also den Flug über frostig aber unser kleiner Mann schlief die meiste Zeit des Nachtfluges unbeirrt in seinem Babybettchen. Abermal nebensächlich aber zumindest seltsam war, dass auch diesmal das Entertainmentsystem an unseren Sitzplätzen nicht funktionierte und sich das trotz aller Bemühungen der netten Flugbegleiterin nicht ändern ließ.

Bangkok

Wir landeten planmäßig nach ca. 6 Stunden Flug um 7:30 Uhr in Bangkok. Aufgrund der fehlenden Fenster in unserer Sitzreihe blieb der Blick auf den Sonnenaufgang leider aus, was aber hinsichtlich der uns noch bevorstehenden Zeit unbedeutend ist. Problemlos passierten wir die Immigration, die Prioritylane für Gebrechliche, Schwangere, Behinderte und Reisende mit Kinder war zwar nicht wirklich schneller aber dafür war die Beamtin am Schalter umso stoisch mürrischer und regungslos unfreundlich. Ohne einen Laut von sich zu geben gab sie uns zu verstehen, dass sie gerne unsere Reisepässe sehen möchte und wir für ein nettes Willkommensfoto in die Kamera auf dem Tresen blicken sollen. Ja, auch das schlafende Männelein in der der Manduca. Wir zeigten unbeholfen guten Willen, um ihn nicht unnötig zu wecken und sie gab sich mit einem beinahe unmerklichen Nicken zufrieden. Unser Gepäck kam unbeschadet und vollzählig aus der Gepäckausgabe und wir packten einen Trolley, um möglichst wenig davon tragen zu müssen. Nächste Station: Geldwechselstube. Wir warfen auf drei der zahlreichen Wechselkurstafeln einen Blick um zu sehen, dass die Kurse überall identisch waren und wechselten sodann für den Anfang die ersten 500 € Bargeld. Aufgrund der Einreiseregularien mussten wir als reisende Familie 40.000 Baht in bar mitführen, was angeblich in Stichproben geprüft wird.

20171229_131838.jpgAus dem Honorarkonsulat in Stuttgart

Der Kurs stand nicht sonderlich gut und so erhielten wir etwas mehr als 18.000 Baht, mit denen wir uns auf den Weg zu dtac machten, um uns eine SIM-Karte zu holen. Es gibt dort spezielle Angebote für Touristen und wir entschieden uns für ein Paket mit 4,5 GB Internetvolumen und 0,99 Baht/min Gesprächskosten. Ich wurde höflich danach gefragt, ob man die SIM-Karte für mich einlegen sollte und ich bejahte dies und händigte mein Dual-SIM-Handy aus, da ich dachte, es wären noch Einstellungen zu machen und die PIN einzugeben. Das Mädchen nahm das Gerät wortkarg entgegen und ihre augenscheinlich geübten Finger fegten nur so über das Display, um trotz fehlender Sprachkenntnisse – die Systemsprache war natürlich auf deutsch eingestellt – sämtliche Einstellungen dahingehend anzupassen, dass von nun an die SIM2 die alleinige eine welche ist. Großartig. Zwar hätte ich das auch noch selbst hinbekommen, ihr aber dabei zuzusehen hatte sich gelohnt.

Nun waren wir soweit für unseren Aufenthalt gewappnet und konnten günstig über WhatsApp Kontakt mit Daheim aufnehmen und halten. Jetzt galt es noch 11 Stunden bis zur Abfahrt unseres Nachtzuges von Bangkoks Hauptbahnhof Hua Lamphong sinngefüllt und ohne viel Streß für unser Männelein und uns totzuschlagen. Einen ersten Teil der Zeit würden wir definitiv einem Frühstück im Flughafen widmen sowie einer kurzen Dentalpflege in den sanitären Einrichtungen. Derart gestärkt und frisch treten wir den Weg in die tiefen des berüchtigten Bangkoks an. Ich weiß, dass viele von dieser Stadt schwärmen und ihr Kulturelles, Kulinarisches und sogar Erholsames abringen können. Ich konnte das bisher nicht und dies sollte sich sodann auch diesmal nicht ändern. Vielleicht liegt es an der kurzen Zeit, die wir uns Thailands Hauptstadt widmen oder am Unwillen sich auf sie einzulassen. Wie dem auch sei, ich fühle mich sehr wohl in unserem ländlichen Heimatdorf und so braucht es auch auf Reisen keine Millionstadt. Also ab zur Touristeninformation in der Ankunftshalle. Klug ist, wer sich vorher über den zu erwarteten Taxipreis informiert, um der Willkür des Taxifahrers nicht widerstandslos ausgesetzt zu sein. Ein Plan B ist zudem auch interessant, wenn öffentliche Verkehrsmittel mit über 30 kg Gepäck und Säugling auch nicht infrage kommen. Der Vollständigkeit halber: es besteht die durchaus praktikable Möglichkeit mit dem Airport Rail Link vom Flughafen fünf Staionen weit nach Makasan zu fahren. Von dort sind es ca. 150 m Fußmarsch zur MRT-Station Petchaburi, ab der man mit der U-Bahn bis zur gleichnamigen Station Hua Lumphon gelangt. Für ca. 85 Baht pro Person gelangt man so in ca. 45 min ans Ziel. Aus den genannten Gründen jedoch machen wir uns auf den Weg zur flughafeneigenen Taxistation. Dort angekommen wird man in „long-distance“, „large taxi“ und „standard taxi“ aufgeteilt, zieht eine Nummer und gelangt ohne große Wartezeit, zumindest am frühen Vormittag, zu seinem Transportmittel der Wahl. Bewaffnet mit der Information der Touristeninformation wird sogleich der Fahrer mit der Frage nach dem ungefähren Preis zum Hauptbahnhof Hua Lamphon konfrontiert. Mit 700 Baht liegt seine Auskunft erwartungsgemäß bei beinahe dem Doppelten, was die Fahrt eigentlich wert ist. Darauf hingewiesen sowie nach einer freundlichen aber nachdrücklichen Bitte gibt das blaue Tuch auf dem Armaturenbrett den obligatorischen Taxometer frei, welcher so dann auch wunschgemäß gesetzt wird. Er wird am Ziel 400 Baht anzeigen zuzüglich der insgesamt 60 Baht Toll, die an den Mautstellen unterwegs in bar zu entrichten waren. Pro Fahrzeug versteht sich, und nicht etwa je Person, wie mir in der Vergangenheit auch schon mal zu Verstehen gegeben wurde.

Bangkok zeigt sich durch die Fensterscheiben des Taxis wie ich finde erwartungsgemäß und wie ich es in Erinnerung hatte. Die Schnellstraßen stapeln und winden sich mal durch Häuserschluchten mit mehr oder minder ansehnlichen Hochbauten, mal vorbei an Wellblech und Holz zwischen jeder Menge Abfall und Müll. Der Verkehr hält sich in verhältnismäßigen Grenzen und es fällt schwer sich wach zu halten. Natürlich sucht man in dem Taxi vergebens nach einer Babyschale für unseren Muck, wir haben aber auch nicht danach gefragt. Schließlich haben wir uns bereits vorab mit dem Thema beschäftigt und damit unseren Frieden geschlossen, dass wir auf unserer Reise Kompromisse, vor allem was den Transport angeht, eingehen werden müssen. Und so schlummern beide, Mutter und Kind, durch die Maduca verbunden in tiefem Vertrauen bis ans Ziel vor sich hin.

Da sind wir nun also, an der Hua Lamphon Station in Bangkok. Unsere Rucksäcke stecken immer noch in den schützenden Transportsäcken, in die wir sie immer verpacken wenn wir sie für den Flug aufgeben und so zerre ich beide einfach darin hinter mir her. Der weitestgehend gefließte Boden der großen Halle lässt das recht leicht und, wie sich noch zeigen wird, beinahe schadlos zu.

Unser Blick hebt sich und sucht nach der Gepäckverwahrungsstelle, an der wir unser Hab und Gut bis zur abendlichen Abfahrt abgeben möchten. Schließlich bleiben noch ca. 7 Stunden bis zur Abfahrt und Bangkok ist bei diesem Klima auch schon ohne die 30 kg Gepäck anstrengend genug. Also einmal quer durch die Halle an das andere Ende, vorbei an den zahlreichen einheimischen und Reisenden aus aller Welt, die es sich auf dem Boden der großen Halle gemütlich gemacht haben, nicht zuletzt aufgrund fehlender Sitzmöglichkeiten. Vorbei an einem kleinen Supermarkt und Snackständen, in Sichtweite zum gegenüberliegenden Foodcourt und den Sanitäranlagen samt Dusche für 50 Baht – inklusive Seife und Handtuch. Die Gepäckaufgabe ist gut besucht und ist nicht viel mehr als ein großer Abstellraum mit vorgelagertem kleinem Tresen. Die Preispolitik ist außen angeschlagen und rechnet nach Dauer und Gewicht ab. Die magische Grenze hier sind 10 kg und so fallen zumindest zwei unserer drei Rucksäcke in die nächst teurere Kategorie. Die kürzeste Zeitspanne zur Aufgabe umfasst den ganzen Tag und so ist der endfällige Preis auch für uns schnell berechnet. Günstig ist anders aber angesichts der monopolähnlichen Stellung des Angebotes und trotz der eher zweifelhaften Sicherheit desselben vertrauen wir auf die Betreiber, die gewissenhaft Quittungen ausstellen und ehrliche Reisende, die auch wirklich nur ihre eigenen Habseligkeiten abholen und berappen die 220 Baht, nachdem wir unsere Wertsachen neu sortiert und an uns genommen haben. Ohne Gepäck und deutlich leichter sowie in luftigerer Garderobe verlassen wir die schützende Bahnhofshalle über den Haupteingang und stehen erstmals in Mitten von Bangkok wie es leibt und lebt. Stickig, laut und voll. Uns trennt eine vielbefahrene mehrspurige Straße samt Ampelkreuzung von unseren Zugtickets, welche wir gegen die bezahlten Voucher im Büro von 12GoAsia gegenüber des Bahnhofs eintauschen müssen. Wir meistern die Straßenquerung und werden mit dem gewünschten Ergebnis belohnt, unseren Tickets für den Zug Nr. 85, Wagen Nr. 12, Sitzplatz 13 und 14 samt dazugehörigen Betten in der 2 Klasse. Abfahrt 19:30 Uhr mit dem Ziel Suratthani, wobei wir bereits in Chumphon aussteigen. Bereits bei der Buchung wurde uns mitgeteilt, dass die Tickets nach Chumphon vergriffen seien und so mussten wir bis nach Suratthani lösen und zum Preis von 1.594 Baht 66 Baht bar bei Abholung aufzahlen. Im Preis inbegriffen sind stolze 500 Baht Onlinebuchungsgebühr, allerdings ist es aus der Ferne anders nahezu unmöglich ein Zugticket zu erstehen. Es gibt kein von der thailändischen Staatsbahn betriebenes offizielles Buchungssystem, so dass das Buchungsbüro die Tickets selbst am Schalter kaufen und vorhalten muss. Innerhalb Thailands gibt es die Möglichkeit sich die Tickets gegen Gebühr zuschicken zu lassen, ansonsten können sie eben im Büro von 12GoAsia gegenüber der Bahnhofshalle im DOB-Building abgeholt werden. Gut zu wissen auch, dass es dort eine anständige Toilette gibt – für den Fall. Wir auf jeden Fall werden nochmal darauf zurück kommen.

Nachdem wir die Tickets problemlos erhalten haben und in Händen halten, schlendern wir durch die nächste Seitenstraße vorbei an den ersten Garküchen unserer Reise. Unser Interesse wurde von kleinen Bananenblätterpäckchen auf einem Grill geweckt. „Rice with Banana“ wurde uns der Inhalt auf Naachfrage beschrieben und selbstverständlich mussten wir das für 20 Baht probieren. Es war köstlich. Sehr süß natürlich, aber lecker.

Unser zielloses Dahinschlendern bleibt natürlich nicht unendeckt und so werden wir von mehr oder weniger aufdringlichen Tuk-Tuk-Fahrern verfolgt und auf ihr Angebot aufmerksam gemacht. Mit unter so subtil, dass im ersten Moment garnicht auffällt, dass es auch mehrmals der selbe ortskundige und durchaus des Englichen mächtige selbsternannte Tourguide ist, welcher uns versichert, dass 6 Stunden mehr als genug seien, um sich Bangkok ein wenig anzuschauen und zudem zu schade, um sie am Bahnhof zu verbringen. Nun ja, das mag durchaus seine Richtigkeit haben. Allerdings sind wir damit sehr zufrieden und wir streunen lieber durch das nähere Umfeld von Hua Lamphon als uns auf eine zumindest fragwürdige Touritour im Tuk-Tuk durch Bangkok zu machen, auf der man nur scheinbar zufällige Stops bei diversen Maßschneidereien, Seidenhändlern und Goldverkäufern mit ganz speziellen, nur für kurze Zeit geltenden Touristenangeboten einlegt. Wenngleich dies natürlich lediglich eine Unterstellung basierend auf vergangenen Erfahrungen sein kann, kommt eine Fahrt im offenen Tuk-Tuk durch Bangkoks Verkehr einem Dieselabgastest bei VW gleich, dem wir weder unseren Muck noch uns selbst aussetzen möchten.

Und so nehmen wir bald Platz in einem kleinen Restauraunt unweit uns in Sichtweite des Bahnhofs, um uns dort mit einerm ersten kühlen Bier und leckerem Thaifood zu stärken. Unser kleiner Schatz ist sofort Mittelpunkt des Geschehens und magnetisch anziehend für die kinderlieben Thais. Natürlich gibt es idyllischere Möglichkeiten zu essen als in unmittelbarer Nähe zu einer vielspurigen Hauptverkehrsstraße in Bangkok. Aber dafür werden wir noch genügend Zeit haben und abgesehen davon schmecken Bier und Essen auch hier sehr gut. Zumindest so lange bis ziemlich genau vor dem Restaurant ein Pickup anhält und von seiner Ladefläche herunter irgendwelche für uns nicht erkennbare Waren feilbietet. Doch nicht die Geschäftstüchtigkeit an sich hätte gestört, sondern vielmehr deren mehr als lautstarke Verlautbarung über einen auf dem Fahrzeugdach montierten Lautsprecher minderer Qualität. In nicht enden wollender Endlosschleife wurden für uns zwar unversändlicher aber durchaus wiedererkennbarer Thaisingsang in kurzer Abfolge wiederholt und stellte unsere Ohren und vor allem meine Geduld mächtig auf die Probe. In väterlicher Fürsorge halte ich unserem Männelein die Ohren zu in der Hoffnung das Ganze nehme ein baldiges Ende. Schließlich ist es nicht vorstellbar, dass dieses Verhalten auch nur wenige Minuten toleriert würde. Man sollte auch meinen, dass niemand derart dreist wäre seine Umwelt diesem Terror auszusetzen. Man sollte, wäre man nicht in Asien, respektive in Bangkok. Sowohl die ohrenbetäubende Lautstärke als auch die unbeirrte Ausdauer sind bemerkenswert und so überkommen mich in hulkmäßiger Rage Gewaltvorstellungen, welche sich abwechselnd gegen den fahrenden Verkäufer und den minderwertigen doch leistungsstarken Lautsprecher richten. In meiner Fantasie springe ich grün vor Wut in einem mächtigen Satz von der Veranda des Restaurants auf das Dach des in die Jahre gekommenen Toyota Hillux und reiße in einem unangestrengten Ruck aber begleitet von einem inbrünstigen, unmissverständlichen Schrei diesen nervtötenden Lautsprecher vom Fahrzeug und befördere ihn in hohem Bogen in den nahe gelegenen Fluss. Umjubelt von den erlösten Betroffenen und bestaunt von den Beobeachtern der Heldentat kehre ich meine normale Gestalt einnehmend wieder zurück an meinen Platz auf der Restaurantterrasse.

…Fortsetzung folgt…

Koh Tao

…Fortsetzung folgt…

Koh Panghan

…Fortsetzung folgt…

08.02.2018

Von Haad Rin und Sechsbeinern

Heute haben wir uns während unseres morgendlichen Obstfrühstücks kurzerhand dazu entschlossen den etwas bedeckteren Tag für einen Besuch in Tong Sala zu nutzen. Also bin ich kurzerhand zum Norweger unseres Vertrauens gelaufen und habe einen Roller gemietet, während meine Frau unseren obligatorischen Tagesausflugsrucksack gepackt hat. Auf dem Weg zur Rollermiete habe ich noch eine Bestellung unserer Freunde aufgenommen, für die wir ein gesundes aber nicht zu gesundes Müsli mitbringen sollen, da die Vieles im Hauptort wie sich bestätigen sollte bis zu 75% günstiger ist als bei uns in Thong Nai Pan Yai. Um kurz nach 11 Uhr sind wir dann auch schon auf dem Weg ins ca. 15 km entfernte Thong Sala. Auf der Karte haben wir im Vorfeld bereits ein Café ausgemacht, welches mit Organic Coffee wirbt und so ist unser erster Stopp am Ortseingang Bubba´s Coffee Bar. Für Papa gibt es einen leckeren und wirklich großen Filterkaffee (70 Baht), Mutti begnügt sich mit einer kleinen, ebenfalls sehr leckeren Kokoskugel (50 Baht). Das Café gefällt uns sehr gut, die Karte und die Essen auf den Nachbartischen sehen sehr gut aus. Thaifood sucht man hier vergebens aber die Frühstücksvariationen á la belegten Bagel oder Sandwiches lesen sich hervorragend. Eine sehr nette Aufmerksamkeit ist die kostenlos stets wiederaufgefüllte Glasflasche Trinkwasser. Auch das Interieur hebt sich etwas ab von anderen Lokalitäten und so gibt es auch nette Strandkleidung und Holzsonnenbrillen von Inland Island – made in Thailand – zu erstehen.

Von einem netten österreichischen Paar holen wir uns noch einen Tipp für gutes authentisches Thaifood und so soll es Jimmy´s Restaurant zum Mittagessen sein. Für kleines Geld gibt es feine Curriey und eine typisch thailändische, unüberschaubare Karte anderer Gerichte. Zwei Curries und 2 Portionen Reis schlagen mit 120 Baht zu Buche. Uns hat es geschmeckt und das Preis-Leistungsverhältnis stimmt allemal. Obendrauf gab es noch die Klassiker der Backstreet Boys und Ronan Keating auf die Ohren. Was will man mehr.

Den Nachmittag nutzen wir für eine Ausfahrt nach Haad Rin, dem Schauplatz der allmonatlichen Fullmoonparty. Die Straße in den Süden der Insel führt über unglaublich steil aufsteigende und abfallende Höhen und Tiefen, welche immer wieder mit einer atemberaubenden Aussicht entlohnen, so denn sie nicht wie so oft verbaut ist. Am Straßenrand sitzen vereinzelt Affen, ein Schild macht darauf aufmerksam diese bitte nicht zu füttern.

Der Strand ist von der Sorte „man hat ihn mal gesehen“. Er ist offensichtlich auch abseits der Parties sehr gut besucht und überfüllt. Zwar wird der Strand nach den regelmäßigen Feiereskapaden direkt gesäubert und sieht daher sehr gepflegt aus, dennoch sollte man gut schauen wohin man tritt denn Glasscherben finden sich trotzdem auf Schritt und Tritt und sind unschöne Erscheinungen an einem Badestrand. Wir erspähen einen Gleitschirm, der am Strand gegroundhandelt wird und laufen natürlich darauf zu. Gekonnt spielt der, wie sich dann herausstellt, türkische Tandempilot mit dem Schirm, legt ihn sanft ab und lässt ihn wieder aufsteigen. Schon kribbelt es bei uns in den Fingern, wenngleich wir beinahe schon „ehemalige Piloten“ sind, so lange sind wir schon nicht mehr geflogen. Nach einem kurzen Gespräch ist klar, dass die beiden türkischen Landsmänner nur die Hälfte des Jahrs in ihrem Heimatland sind während sie die verbleibenden sechs Monate regelmäßig in Pokhara/Nepal (wo auch für uns das Fliegen seinen Anfang genommen hat) oder eben auf Koh Panghan verbringen. Hier wird hinter dem Boot gestartet, das Wetter war dafür aber derzeit zu windig. So bleibt es heute beim Trockentraining am Strand und auch ich darf mich mal wieder im Groundhandling versuchen – mit eher mäßigem Erfolg.

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Wir machen uns auf den Rückweg nach Thong Sala. Unser nächstes Ziel ist der Pantip Night Food Market, auf dem wir zu Abend essen möchten. Auf dem Weg dorthin nehmen wir uns einen Moment Zeit für den sehr schönen Sonnenuntergang und stellen dann unseren Roller unweit des Marktes ab.

Dieser ist ein wahres Geschmackserlebnis und spricht auch alle anderen Sinne gleichermaßen an. Es ist ein eher kleiner, umtriebiger Markt und bietet alle erdenklichen kulinarischen Besonderheiten der thailändischen und asiatischen Küche. Gegrilltes, Frittiertes, Gebackenes und Gekochtes aller Art machen einem die Wahl nicht leicht. Neben viel Fleisch und Fisch besteht das Angebot auch aus vegetarischen Gerichten und vielfältigen Süßspeisen. Dafür werden zwischen 20 und 50 Baht je Portion fällig, für ausgefallene Meeresfrüchte natürlich auch mal etwas mehr. Somit kann man sich mit vielen verschiedenen Köstlichkeiten durch den Markt probieren und für verhältnismäßig kleines Geld köstlich, interessant und abwechslungsreich speisen. Für uns sollten es ausnahmsweise auch ein paar Insekten sein.

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Wenngleich diese nicht unbedingt zur typischen thailändischen Küche gehören wollten wir sie mal versucht haben. Neben dem Essensangebot gibt es natürlich auch Handwerklilches und die bekannten Marktwaren zu erstehen, Handeln führt hier zu deutlichen Preiseduzierungen.

Hierher kehren wir definitiv bald nochmal zurück, um noch weitere Leckereien am Markt zu veruschen, aber auch um in das schier überwätigende restliche Angebot Thong Salas an Speisen und Waren einzutauchen. Und eines ist zudem gewiss, die Preise sind in Thong Sala teilweise um Welten geringer als in den entlegeneren Teilen der Insel, so dass sich die Reise dahin mit Roller oder Taxi aus anderen Gegenden Koh Panghans gleich doppelt lohnt.

09.02.2018

BBQ im Siam House

Nach einem schönen Tag am Strand und kurzem Bad im Meer sind wir heute Abend zum BBQ essen im Siam House verabredet. Etwas unscheinbar in einer Seitenstraße gelegen in zweiter Reihe zum Strand sind wir zufällig beim spazierengehen darauf gestoßen. Das Siam House hat nur vormittags und zum Mittagessen geöffnet aber zwei Mal in der Woche gibt es zudem das BBQ, für welches man vorreservieren muss. Dienstag und Freitag werden dann Grillteller mit Schwein, Rind, Ente oder Hühnchen angeboten. Gegrillt wird nicht etwa klassisch, sondern in großen Tongefäßen, die mit der indirekten Hitze der Kohlen in der Mitte das marinierte Fleisch langsam garen. Als vegetarische Alternative für uns gab es zweierlei Quesaddillas, mit derselben Beilage, Kartoffeln und etwas Gartensalat. Die Quesadillas waren entweder mit Tomate und Thai-Basil-Leaves gefüllt oder mit Mango und Feta. Der Preis für eine nicht allzu große Portion lag bei 180 Baht. Ein gemischter Grillteller mit Beilage trug 250 Baht zur Rechnung bei. Beide Gerichte schmeckten gut, sind aber dennoch verhältnismäßig teuer.

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Unschlagbar allerdings ist der liebevoll eingerichtete und gestaltete Ort an sich. Um einen See herum angelegt finden sich verschiedene Sitzgelegenheiten in unterschiedlichen Stilen, stimmig in den Garten integriert und jede für sich etwas separiert. Trotz des Wassers finden sich hier nicht mehr Moskitos als sonst auch, was an den Fischen im Teich liegen mag. Das Ambiente lädt zum Verweilen ein und es lässt sich ein schöner Abend hier verbringen. Noch vom Vortag, als unsere Freunde reserviert hatten war dem aufmerksamen jungen Mann bekannt, dass wir beide vegetarisch essen wollten und so wurden wir gleich zu Beginn darauf angesprochen und auf die Alternativen hingewiesen. Auch unserer Bitte nach Kartoffeln ohne Majonaise wurde problemlos nachgekommen. Alles in Allem war es ein schöner Abend in einer besonders schönen Umgebung. Aufgrund des etwas unstimmigen Preis-Leistungsverhältnisses wird es aber auch bei diesem einen Mal bleiben.

10.02.2018

Der Natur ganz nah

Dem heutigen Tag sei kurz die vergangene Nacht vorweggenommen. Es mag etwas weit hergeholt klingen aber wer kann schon mit abschließender Gewissheit sagen, ob nicht doch etwas Wahres dran ist, dass der nächtliche Besuch der Riesenkakerlake in unserem Bungalow nicht doch eine direkte Reaktion auf und die Rache für unseren abendlichen Snack auf dem Pantip Night Food Market war. Wir hatten auch ohne diese aufreibende nachmitternächtliche Jagd (auf uns wohlbemerkt!) nicht vor dieses kulinarische Experiment zu wiederholen und hoffen der mächtige Kakerlakengott sieht uns sowohl unsere leichtsinnige Neugier als auch das jähe Ende seines Gesandten nach. Aber der Reihe nach. Nach unserer Rückkehr vom gestrigen BBQ fanden wir in unserem Bad ein Exemplar dieser grazilen Wesen in unserem Bad vor, welches wir behutsam mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln einfingen, um es wohlbehalten aber in gebührendem Abstand zu unserem Zuhause auf Zeit in die Freiheit zu entlassen. Beruhigt und mit gutem Gewissen betteten wir uns sodann sorgenlos zur Nachtruhe. Ebendiese fand jedoch gegen 2 Uhr ein abruptes Ende, als meine bessere Hälfte vom nächtlichen Toilettengang erneuten Feindkontakt meldete. Dem durchschnittlich gewachsenen Exemplar des Vorabends ist ein gigantischer Artgenosse in unser bis dahin unbeflecktes Badezimmer gefolgt. Die vormals noch großzügig wirkende Plastikdose schien nunmehr geradezu winzig und der erfreulichen Trägheit seines Vorgängers setzte dieser Vertreter seiner Art eine ungeahnte Flinkheit entgegen. Den ersten ungelenken Fangversuchen folgten grazile Sprünge durchs Zimmer und aufs Bett zu unserem nichtsahnenden schlafenden Muck. Von Scheu keine Spur und zielstrebig setzte das Tier seinen Weg unbeirrt die Wand entlang auf unser Regal, hinter die Windeln, den Kleiderstapel, über diverse Utensilien des täglichen Bedarfs hinter unsere Matraze fort, immer wieder unterbrochen von kurzen aber gefühlt ewig dauernden Phasen, in denen Mr. Cockroach sich unseren Blicken entzog. Ungläubig standen wir mit Tupperdosen bewaffnet im Raum und konnten nicht fassen, dass wir nun mitten in der Nacht all unsere Habseligkeiten packen sollten, um diesem nun derart beschmutzen Ort zu entkommen, immer mit der Gefahr, dass hinter jedem Gegenstand und unter jedem Kleidungsstück Gottes Rache zum Vorschein käme. Aber wohin nur zu dieser unsäglichen Zeit? Flucht scheint also angesichts der Umstände keine adäquate Option zu sein. So heißt es ausharren und auf eine geeignete Möglichkeit warten. Leider vergebens; diese ergibt sich auch nach einer Stunde nicht und so bleibt uns nichts anderes übrig als darauf zu vertrauen, dass Kakerlaken bei Helligkeit ihre Aktivität einstellen und unser neuer Mitbewohner (definitiv auf Zeit!!) die restliche Nacht hinter der Deckenleuchte verbringt während wir uns bei hellerleuchtetem Schlafraum und Bad und unter dem Moskitonetz zumindest einigermaßen in Sicherheit wägen, um noch für ein paar Stunden die Augen zu schließen, zumindest bis unser Männelein die Nacht endgültig für beendet erklärt.

Müde zwar, da auch die verbleibende Nacht mit stets einem Auge auf die Deckenleuchte gerichtet und einem gespitztem Ohr natürlich nicht die erhoffte Erholung brachte und doch gleichzeitig erleichtert, ob der endenden Dunkelheit, leutet um kurz nach 7 Uhr unser Sohnemann schließlich den Tag ein. Der erste prüfende Blick gilt natürlich wieder dem vermeintlichen nächtlichen Versteck unseres Eindringlings nur um dann ernüchternd festzustellen, dass dieser diesem offensichtlich doch unbemerkt enflohen ist. Na toll, wozu haben wir denn dann das Licht angelassen? Hat dieses dumme Tier denn garnichts verstanden und sein Herr und Gebieter garkein Erbarmen mit uns? Wo steckt das Vieh denn jetzt nur schon wieder? Wenngleich diese Ungewissheit bei Tageslicht etwas einfacher zu ertragen ist, scheinen die Möglichkeiten nach den Erfahrungen der vergangenen Nacht nun doch endlos zu sein und so sehen wir uns konfrontiert mit dem Anblick unseres in allen Ecken des Bungalow verteilten Gepäcks versucht zu glauben, Kakerlaki hätte gnädigerweise das Weite geusucht. Doch keine Gewissheit, keine Ruhe und so schweift unser Blick unaufhörlich, die Zahnbürste im Mund, durch den eigentlich überschaubaren Raum und siehe da, ES hat es sich hinter unserer Eingangstüre gemütlich gemacht und droht sich dem Tageslicht zum Trotz erneut in Bewegung zu setzen. Ist diesem Tier denn wirklich garnichts heilig? Unsere letzte Option ist der Gang zum Resortpersonal und die Bitte um Unterstützung. Es bedarf drei Anläufe, um sich soweit verständlich zu machen, dass sich einer der Männer bereit erklärt mich ein paar Schritte zu unserem Bungalow zu begleiten. Todesmutig hat meine Frau derweil die Stellung gehalten und den Blick nicht weichen lassen, sodass wir unsere Unterstützung zielstrebig hinter die Eingangstür weisen konnten. Und dann ging alles plötzlich ganz schnell. Einen kurzen Blick, ein grummelndes Nicken des Verstehens und einen gezielten Schlag mit der flachen Hand später liegt der Chitin gewordene Alptraum eines „Insektophoben“ rücklings auf dem Boden. Damit haben wir jetzt zwar nicht gerechnet doch war uns schlussendlich zugegebenermaßen jedes Mittel recht, welches uns aus den geistigen Fängen dieses Biestes befreit. Uns bleibt nun nur noch zu hoffen, dass Cockies Rache damit ein Ende hat und nicht etwa unbändigen Zorn entfacht.

Fünf Monate Muck, viele Tränen und Thunfisch

Heute ist Muck´s großer Tag. Schließlich ist er heute vor genau 5 Monaten auf die Welt gekommen und das wird natürlich mit dem allmonatlichen Fotoshooting gefeiert. Diesmal geht es also mit seinem Stoffschaf an den Strand und unser Sonnenschein zeigt sich mal wieder von seiner absoluten Schokoladenseite. Wunderbar. Was für ein passender Tag für den Durchbruch seines ersten Zähnchens, den man jetzt deutlich erkennen kann. Wir sind gespannt wie lange es jetzt dauern wird, bis die Zähnchen vollständig zu sehen sein werden.

Abends folgen wir dann gemeinsam mit unseren neuen Freunden einer Empfehlung ins Som´s Seafood. Das Restaurant liegt in einer kleinen Nebenstraße in der Nähe des Siam House und wird heute nur von uns besucht. Wir bestellen Fried Rice und ausnahmsweise ein Thunfischsteak vom Grill zu 200 Baht mit einem kleinen bisschen Gartensalat und den obligatorischen Gurkenscheiben. Die Portion Reis ist sogar etwas größer als der Durchschnitt, der Preis mit 80 Baht aber ebenfalls. Geschmacklich war das Essen soweit gut aber auch nicht wirklich etwas Herausragendes. Im Angebot befanden sich auch der übliche Red Snapper und Barakuda, die aber niemand von uns bestellt hatte. Es war natürlich dennoch ein schöner Abend, der aber leider von den offensichtlich unerträglichen Zahnungsschmerzen von unserem Männelein überschattet wurde. Ich glaube die letzten fünf Monate zusammengenommen hat unser Engel nicht so viel, so bitterlich und so ausdauernd geweint wie an diesem Abend. Auch unsere Urlaubsbekanntschaften haben ihn in den letzten Tagen und Wochen nur als gutgelauntes und lachendes Baby kennengelernt und erlebt. Es müssen wirklich große Schmerzen gewesen sein und Muck war garnicht mehr zu beruhigen. Leider sind wird ausgerechnet dieses eine Mal ohne unsere Globuli-Reiseapotheke unterwegs gewesen und so konnten wir ihm keine weitere Hilfe als unseren uneingeschränkten Beistand anbieten. So hieß es dann nach dem Essen schnell Bier austrinken, bezahlen und ab nach Hause. Auf dem Nachhauseweg ist er dann auch endlich an Mama´s Brust eingeschlafen und die kommende Nacht verlief glücklicherweise unauffällig.

11.02.2017

Der Flieger und der Durchbruch

Heute Früh ist unser Muck mit einem deutlich sichtbaren Durchbruch im Unterkiefer aufgewacht. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob es für ihn oder für uns spannender war (doch, eigentlich weiß ich es ganz genau :-)), aber er hat sich zumindest über unsere überschwängliche Freude gefreut. So richtig lange hielt diese aber im ersten Moment leider nicht an und unser Männelein wurde abermals von „Aua im Mund“ geplagt. Nun hatten wir ja alles zur Hand und verabreichten in Selbstmedikation Chamomilla C30, wie vor unserer Reise mit unserem Heilpraktiker besprochen, da wir ihn kurzfristig nicht erreichen konnten Die Linderung gab uns Recht und der Tag verlief sodann auch ohne weiteren Zwischenfällr, Die kleine Öffnung im Zahnfleisch bereitete wohl die größten Schmerzen, leider werden noch weitere derart folgen. Am besten hilft unserem Sohn seit Wochen schon seine liebgewonnene Veilchenwurzel, auf der er immer kaut wenn er dies braucht um die Spannung im Kiefer zu reduzieren. Da sich ja gerade akut zwei Zähnchen ihren Weg durch das Zahnfleich bahnen bleibt abzuwarten, ob auch der zweite Durchbruch so anstrengend sein wird.

Ganz nebenbei hat unser Männelein eine neue Übung für sich entdeckt und freut sich sichtlich an seiner neuen Fähigkeit auf dem Bauch liegend Beine und Arme zu heben und die Fliegerposition einnehmen zu können. Während er das bisher lediglich sehr sporadisch gemacht und nur kurz gehalten hat, bleibt er nun länger in dieser Pose und hat großen Spaß daran. Damit wird nach den Bauchmuskeln in Rückenlage nun die Rückenmuskulatur in Bauchlage gestärkt und auf die bevorstehende Mobilität und Aufrichtung vorbereitet. Aber immer langsam und der Reihe nach wie bei Beppo der Straßenkehrer…ein Schritt, ein Atemzug, ein Besenstrich. Diese Übung hat er sich sicher bei seinem neuen, etwa gleichaltrigen Freund aus Berlin abgeschaut. Er war nämlich schon ein besonders guter Flieger.

Unser letzter Tag im Longtail Beach Resort – 17 Tage sind vorbei, wir sind endgültig angekommen

Heute war zudem unser 17. und letzter Tag im Longtail Beach Resort, unserer ersten Destination auf Koh Phangan in der Thong Nan Pan Yai Bucht. Diese Unterkunft wird vor allem unter Familien mit Kindern auf den einschlägigen Portalen wie Booking.com und Tripadvisor.de, Google.de selbst und vor allem auf Facebook.de hoch gehandelt. Wir sind der Meinung, dass dies definitiv gerechtfertigt ist. Die Anlage ist recht groß und bietet zahlreiche Unterkünfte unterschiedlicher Größe und Ausstattung, ein nettes und gutes Restaurant am Strand, einen schönen, sauberen Pool sowie einen Spabereich mit Massageangebot. Das Personal ist sehr freundlich und hilfsbereit, die Resortleitung kümmert sich liebevoll um die Gäste und sucht regelmäßig den Kontakt zu ihnen. Wir haben hier viele, oft langzeitreisende Familien mit einem oder gar mehreren Kindern kennengelernt. Die meisten Gäste kommen wohl aus Deutschland. Es sind aber auch Reisende aus anderen Ländern wie beispielsweise den Niederlanden, Frankreich, Russland und Osteuropa darunter. Tatsächlich, vor allem seit in einigen Facebook-Gruppen von dem Resort in den höchsten Tönen geschwärmt wird, sind nahezu ausschließlich Familien mit Kindern anzutreffen, von denen viele ihre Elternzeit in Thailand verbringen. Nicht wenige sind wie wir mehrere Wochen oder Monate unterwegs, manche bleiben sogar die gesamte Zeit im Longtail Beach Resort. Einige der Gäste sind Wiederholungstäter und auch wir können das Resort uneingeschränkt weiterempfehlen bzw. uns vorstellen hierher zurückzukehren. Der ein oder andere würde sich ohne Kinder vielleicht etwas deplaziert vorkommen, wenige sich eventuell gestört fühlen. Wir haben die Zeit hier sehr genossen und haben tolle Bekanntschaften, im Resort selbst und außerhalb, mit netten Familien aus Berlin, Bruchsal, Heidelberg und Augsburg gemacht.

Wir haben in der Zeit im Resort aufgrund der Verfügbarkeit zwei verschiedene Bungalows bewohnt. Die ziemlich neuen Bungalows der Reihe B sind wunderschön. Wir hatten hier B25 mit Ventilator für 950 Baht/Nacht gebucht und das Preis-Leistungs-Verhältnis war unserer Meinung nach top. Die letzten 10 Tage haben wir im älteren Teil der Anlage in Bungalow A15 für 850 Baht/Nacht mit Ventilator gewohnt. Auch dieser hat uns super gut gefallen. Die Bungalows sind grundsätzlich auch mit Klimaanlage ausgerüstet, für deren Nutzung muss ein geringer Aufpreis gezahlt werden und verfügen über einen Durchlauferhitzer für Warmwasser in der Dusche. Die Bungalows werden jeden 3. Tag gereinigt, der Müll wird täglich abgeholt. Jeder Balkon bietet Sitzgelegenheiten und je nach Größe mindestens eine Hängematte. Die Außenanlage ist wunderschön angelegt und wird täglich gepflegt und gesäubert. Sofort beeindruckt waren wir von den Details. Es gibt 2 – 3 Steckdosen und jede Menge Ablageflächen, was gerade in Thailand nicht selbstverständlich ist. Leitungen sind liebevoll mit Bambuselementen verblendet, selbst das Siffon unter dem Waschbecken ist dezent kaschiert.

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Der Strand ist gerade für kleine Kinder sehr geeignet, da er sehr flach in das seichte Wasser abfällt und zu jeder Tageszeit Schatten bietet. Schwimmen ist hier nicht wirklich möglich, dafür können die Kleinen aber auch mal unbeaufsichtigt in Wassernähe sandeln und plantschen. Die Thong Nai Pan Yai Bucht ist an der Ostküste der Insel nach Norden ausgerichetet, was dazu führt, dass das Meer hier sehr viel ruhiger ist, wenn es der Wind weiter draußen aufbraust. Während an anderen Stränden die rote Flagge gehisst werden muss und baden nicht möglich ist, sind hier lediglich kleine, verspielte Wellen zu vernehmen. Das Resort ist das letzte, östlichste in der Bucht, welche hier endet. Über den Strand ist der kleine Ort mit Einkaufsmöglichkeiten und zahlreichen Reistaurants und Essenständen in ca. 12 Minuten zu Fuß zu erreichen. Wir haben oft eine Mahlzeit im resorteigenen Restaurant und eine im Ort zu uns genommen. Im Resort stehen das übliche Thaifood und einige West-Gerichte wie Pasta, Pizza, Burger und kontinentales Frühstück auf der Karte. Außerdem sind Filterkaffee und Kaffeespezialitäten aus einer Siebträgermaschine erhältlich. Die Preise sind etwas höher als an den Essenständen und Restaurants im Ort aber nicht maßlos überteuert. Für 100 Baht bekommt man hier ein Thaigericht.

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Wir haben uns täglich mit Obst von den Obstständen in der kleinen Ortschaft eingedeckt und haben dieses auf unserer Terrasse gefrühstückt. Gelbe Mangos, jede Menge Papayas, Ananas, Lansi Frucht, Longan, Rambutan, unterschiedliche Bananen, Wassermelone, Drachenfrucht Maracuja, Javaapfel, Mangostin und andere Leckereien. Ein absolutes Geschmackserlebnis und alltägliches Highlight. Vor allem die Magnostin, für uns bisher unbekannt, hat es uns angetan und ist neben der Papaya eine der köstlichsten Früchte überhaubt.

Trinkwasser holen wir uns täglich für 50-60 Baht im 6-Liter-Kanister aus dem Supermarkt.

14.02.2018

Eine kleine vegane Reise – das gönnen wir uns zum Valentinstag

Heute sind wir aufgebrochen um uns das vegane Angebot an Koh Phangan´s Westküste etwas genauer anzuschauen. Auch hier in Thailand ist der Hype um Vegan, Organic, Raw, Zuckerfrei und Glutenfrei angekommen, wobei sich das Angebot wohl hauptsächlich an die Reisenden richtet und wahrscheinlich in vielen Fällen auch von Reisenden bzw. Auswanderern angepriesen wird. Dabei sei angemerkt, dass viele thailändische und asiatische Gerichte von Haus aus vergan und glutenfrei sind. Hier geht es also hauptsächlich um Alternativen bei beispielsweise Backwaren und Eiscreme. Vor allem der Ort Baan Srithanu Village scheint sich diesem Thema verschrieben zu haben, denn hier wimmelt es nur so von entsprechenden Lokalitäten und Werbetafeln.

Lekshop

Hier haben wir ein leckeres veganes Eis auf Kokosbasis gegessen, auch wenn von Vanille-Karamell nicht ganz so viel zu schmecken war wie von dem dominanten Kokosgeschmack. Trotzdem fein und ohne rafinierten Zucker für 55 Baht je Kugel.

Rain or Shine

Der Americano schmeckt erwartungsgemäß, der Raw-Schokoladenkuchen war ganz fein. Allerdings war er noch etwas gefroren, ich nehme an sie bewahren ihn im Tiefkühler auf. Leider waren keine anderen Kuchen von der Karte verfügbar, schade. Das Stück Kuchen kostete 150 TB, was nicht nur wegen der überschaubaren Größe teuer ist. Für raw und vegan muss man aber grundsätzlich auch in Thailand tief in die Tasche greifen. Ob das tatsächlich an den Kosten oder vielleicht doch eher an der Zielgruppe liegt sei mal dahingestellt 😉

Pure Vegan Heaven

Im Pure Vegan Heaven gibt es eine abwechslungsreiche Karte mit verschiedenen veganen, nicht-thai Gerichten. Wir haben die Quinoa Falafel Bowl mit Humus probiert und es hat uns gut geschmeckt. Das Gericht hat 189 Baht gekostet und die Portion war ganz ordentlich.

Gnaz nebenbei hat eine englischsprachige Reisende beinahe noch unseren auf dem Boden spielenden Muck erschlagen. Wie sie es geschafft hat beim Aufstehen den schweren Bambusstuhl umzuwerfen ist mir ein Rätsel, vielleicht lag es aber auch an dem charmanten ebenfalls englischsprachigen und barbusigen gut gebauten Typen, der ihr gegenüber saß und ihr und ihrer Freundin kurz zuvor die Plätze an seinem Tisch angeboten hatte. Zumindest war es ihr unangenehm und unser Männelein hat nicht einmal gezuckt. Unsere Herzen schlugen aber für kurze Zeit einen Takt schneller.

Auch die Samosa-Verkäuferin gegenüber ist auf den Marketingzug aufgesprungen und vekauft vergane Samosa. Da der Teig offensichtlich ohne Ei auskommt und ausschließlich mit Gemüse gefüllt ist, ist heute vegan, was früher vegetarisch war und so wird bei der Version mit zusätzlichem Käse auch ordentlich daurauf hingewiesen, dass dieser nicht vegan ist 😉 Für 30 Baht ein leckerer Snack auf die Hand.

Dots Coffee

Auf dem Weg zum Panthip Night and Food Market ist uns bereits letzte Woche das Dots aufgefallen und wir wollten hier einkehren. Warum allerdings die Klimaanlage auf gefühlte 4°C eingestellt sein muss ist nicht nachvollziehbar und so machten wir auf dem Absatz kehrt. Vielen scheint dies aber nichts auszumachen und das Café war gut besucht und ist gut bewertet.

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Home Vegan Cafe – TidbiT

Das Café liegt direkt am Panthip Night and Food Market und ist uns deshalb auch bereits bei unserem letzen Besuch hier aufgefallen. Der vegane und glutenfreie Karottenkuchen hat uns gut geschmeckt, der Preis ist mit 130 Baht zwar etwas höher, wie überall für vegane Speisen, aber das Stück war recht groß. Die Einrichtung ist Alice im Wunderland entnommen und sehr liebevoll. Die Auswahl ist groß. Die Besitzer stammen wohl aus Russland und die Dame hinter dem Tresen war zunächst etwas reserviert. Wir haben hier unser überaus gut gelauntes Männelein frisch geamacht und zumindest für die kurze Zeit aus seinen verschwitzten Kleidern befreit.

Natürlich haben wir uns dann noch auf dem Panthip Night and Food Market verköstigt. Zudem haben wir uns in einem indischen Textilgeschäft ein schönes, 4qm großes Tuch gekauft. Die Besitzerin und ihre beiden Kinder waren sehr lieb zu unserem kleinen Menschlein und uns. Nach einer schweren Entscheidung zwischen all den tollen Tüchern und einem netten Gespräch hat sie unserem Muck noch eine selbstgenähte Hose geschenkt. Anschließend waren wir noch in einem gewaltigen, schier überwältigendem Konklomerat an Bekleidungsshops. In einer großen Halle befinden sich unzählige Shop, deren Grenzen man garnicht wahrnimmt und die flließend ineinander übergehen, vergleichbar einem Foodcourt. Man bekommt das Gefühlt als würde es in alle Richtungen endlos weitergehen, die Auswahl ist riesig. Hier haben wir uns mit ein paar schönen Stücken für Muck und seine Freunde eingedeckt. Auf dem nach Hause weg gab es dann noch das obligatorische Obst von einem beeindruckenden Obststand. Die geöffnete Durian machte ihrem Ruf alle Ehre und stank erbärmlich.

15.02.2018

Frühstück am geheimen Strand

Heute ist Chinese New Year und auch bei uns wird an diesem Feiertag den Verstorbenen und Ahnen gehuldigt. Dafür wurde ein festliches Buffet mit allerlei Obst und Geflügelt aufgebaut, mit Räucherstäbchen bestückt und dargeboten. Außerdem werden Kleidung und Geld – alles Nachbildungen aus Papier – verbrannt und damit in die Ewigkeit gesendet. Für mittags ist dann die große Böllerei angekündigt, die glücklicherweise verhaltener ausfallen wird als befürchtet.

Da wir heute Früh noch den Roller bis ca. 11 Uhr zur Verfügung hatten, haben wir uns für den zweiten Teil unseres Obstfrühstücks den Secret Beach als Ausflugsziel gesetzt. Der Strand soll seht schön sein und ist von unserer derzeitigen Unterkunft kaum 10 Minuten Fahrt entfernt. Damit wir die Zeit auch möglichst ausgiebig nutzen können kam es uns sehr entgegen, dass unser Muck heute recht Früh die Glocken geläutet hat. Nur allerdings, um kurz später, nämlich pünktlich zur geplanten Abfahrt um kurz nach 8 Uhr, in einen Dornröschenschlaf zu verfallen und fast eine Stunde wegzupennen. Aber wie dem auch sei, er ist der Boss und wir haben es ja nur genauso eilig, wie wir wollen. Wir warten also bis unser Männelein ausgeschlafen hat, packen unser restliches Frühstück ein und finden uns ca. 30 Minuten später an einem kleinen, wunderschönen Sandstrand wieder, der um diese Uhrzeit jede Menge Schatten bot und an den sich offensichtlich nicht ganz so viele hinverirren. Kaum haben wir unsere Decke ausgebreitet und uns eingerichtet kam uns auch schon wieder unser Sohn abhanden. Diesmal waren es die netten Massagefrauen, die auf Kundschaft warteten und sich diese Zeit mit unserem Engel versüßten. Wie immer ist es in Thailand nicht etwa so, dass man als Eltern um Erlaubnis gefragt würde, man wird im Grunde nicht einmal eines Blickes geehrt während einem das Kind kurzerhand entwendet wird. Wir haben uns mittlerweile daran gewöhnt und genießen tatsächlich die freie Zeit während unser Muck seinerseits die zusätzliche Aufmerksamkeit genießt. Da wir nur für etwas mehr als eine Stunde an den Strand gekommen sind, haben wir keine Schwimmsachen eingepackt, was wir aber etwas bereuen, denn das Wasser ist traumhaft klar und warm. Wir beschließen einfach noch einmal herzukommen und machen uns auf den Rückweg.

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Den Nachmittag haben wir dann noch gemeinsam mit unseren Freunden an „unserem“ Strand verbacht und waren unter anderem Schnorcheln. Am Abend haben wir uns dann fürs Abendessen das Jumpahom ausgesucht. Wir waren die ersten Gäste und haben ca. 1 h gewartet auf unser Essen gewartet und uns die Zeit mir Jenga, netten Gesprächen und sogar einem WhatsApp-Video-Anruf nach Hause vertrieben. Es herrschte eine nette und gemütliche Atmosphäre und englische Gastgeber war sehr sympathisch. Das Essen allerdings, Red Curry und Stir Fried Vegetables, sucht zugegebenermaßen seinesgleichen. Es war einfach traumhaft. Die Schärfe ist in 4 Stufen wählbar (Baby, Medium, Cry, Die) und es gibt Naturreis, yeah. Dringende Empfehlung, wir kommen wieder.

16.02.2018

Lazy day und Laundry

Mittlerweile haben wir unser alltägliches Ritual wieder etwas angepasst und seit wir vor vier Tagen im Haad Salad Resort angekommen sind tatsächlich um morgendliches Training auf unserer Terrasse ergänzt. Mein Schatz und ich haben uns jeweils Apps auf unsere Smartphones heruntergeladen, die uns nun anweisen, wie wir mit dem eingenen Körper und einem Terraband in Form kommen. Wenn nicht hier, wann dann haben wir die Zeit dazu? Und so hat es lediglich vier Wochen gedauert, bis wir unsere Vorsätze auch tatsächlich umgesetzt haben 🙂 Außerdem bedienen wir uns an dem kostenlosen Frühstücksangebot, welches aus garantiert nährwertfreiem Weißbrottoast, gesalzener Butter und ab und an ein paar Bananen besteht. Gemeinsam mit unserem teuer erstandenen veganen Bio-Coco-Choco-Brotaufstrich, dem Toaster und dem Sandwichmaker gehen wir hier morgends in die zweite Runde und entlasten gleichzeitig  unser Budget, denn leider ist das Angebot an Obst bei den beiden Obstständen hier im Ort qualitativ minderwertig und gleichzeitig sehr viel teurer als bisher auf Koh Tao oder an der Ostküste Koh Phangans. Die regelmäßig große Freude von Dia und Eileen wenn unser Muck morgends strahlend im Gemeinschaftsbereich auftaucht beruht definitiv auf Gegenseitigkeit und die obligatorische Entführung verläuft widerstandslos.

Nach einem erneuten Besuch am Strand und im Meer haben wir einen Skype-Termin mit unserem Heilpraktiker, um das deutlich verbesserte Hautbild und die Zahnung von unserem Männelein zu besprechen, bevor wir uns dann wieder mit unseren deutsch-schwedischen Freunden zum Abendessen treffen. Heute geht es zu Alex um die Ecke, einem deutsch-thailändischen Restaurant, welches uns empfohlen wurde und wird als gut befunden weiter empfehlen können. Vor allem die etwas größeren Portionen sind hier natürlich ein Plus 🙂

17.02.2018

Walking Street Market

Jeden Samstag findet in Thongsala ab 16 Uhr der Walking Street Market statt. Klar, dass wir uns das nicht entgehen lassen und uns bereits am frühen Nachmittag auf den Weg in dien Hauptort der Insel machen. Vorher aber verbringen wir den Vormittag wieder mit unserem 2. Frühstück am Secret Beach, diesmal nicht ohne Badesachen und Schnorchel einzupacken. Nachdem wir dann allerdings einmal den Platz wechseln müssen, da wir von zahlreichen Moskitos belästigt werden (darunter auch der gefährliche, Dengue-übertragende Tigermoskito) geht es für Papa ins Wasser. Leider hat unser Männelein wieder mit seinen Zähnen zu kämpfen, so dass Mama sich mit ihm auf einen kleinen Spaziergang macht und völlig beeindruckt vom Restaurant Koh Raham zurückkahm. Das Restaurant und die Bar sind wunderschön entlang des Ufers angelegt und sind gespickt mit zahlreichen unterschiedlich großen Schaukeln und Hängematten in diversen Nischen mit Aussicht auf das Meer. Das Highlight aber befindet sich am westlichen Ende der Analge, wo das Restaurant auf einer feldigen Plattform im Meer endet, umgeben von riesigen, zugegebenermaßen angefütterten, Fischschwärmen. Mit dem Schnorchel im Gepäcke mache ich mich natürlich auf den Weg und erschwimme mir den Ort mit der GoPro im Anschlag. Ein fast beklemmendes Gefühl im Getümmel unzähliger Zebrafische und Papageienfische zu schwimmen, aber nur fast 🙂

Der Walking Street Market in Thongsala ist gerade kulinarisch natürlich ein Erlebnis für alle Sinne. Wir treffen uns mit unseren Freunden vor Ort und probieren uns von Stand zu Stand durch. Unterschiedlichste Süßspeisen und defitiges Thaifood-to-go wollen gekostet werden. An einem Oststand wagen wir dann auch endlich den Versuch und kaufen uns ein Stück Durian, die Königin der Früchte. Naja. den Hype können wir uns nicht ganz erklären. Die Kosistenz erinnert an Weich- oder geschmolzenem Scheiblettenkäse und der Geschmack ist wenig intensiv. Da sich kein obstübliches „Frischeerlebnis“ einstellt wirkt das Ganze alles in allem wenig reizvoll und so sind wir nicht sicher, ob wir dieser Frucht noch eine zweite Chance geben werden.

An einem Bekleidungsstand mit Anziehsachen für Kinder kommen wir natürlich wieder nicht vorbei und so landen erneut T-Shirts für Muck in unserem Rucksack. Ob ihm das alles auch zur richtigen Jahreszeit passen wird, wird sich zeigen. Zahlreiche Essensstände später treffen wir dann auch noch unsere Berliner Freunde aus dem Longtail Beach Resort mit ihrem fünfmonatigen Sohn wieder, worüber wir uns sehr freuen. Nach einem kurzen Plausch und Fotoshooting geht es weiter über den zweiten Teil des Marktes, wo wir auch noch unseren Freund aus Augsburg wiedertreffen, der gemeinsam mit den anderen aus dem Longtail Beach Resort auf den Markt gekommen ist. Unserem Männelein geht es zahnungstechnisch nicht sonderlich gut und so beenden wir unsere kulinarische Reise und machen uns auf den Rückweg.

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18.02.2017

Ein Monat Thailand mit Kind – Kassensturz

01.03.2018

Einmal Hölle und zurück..!

12.03.2018

Die andere Seite…

19.03.2018

Fünfzehn Jahre später!

31.03.2018

Zwei Monate Thailand mit Kind – Kassensturz